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Digitales Shopfloormanagement

1. Was ist digitales Shopfloormanagement?

Digitales Shopfloor Management erweitert die Elemente des klassischen SFM durch die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Produktion. Im Vordergrund stehen die Beschäftigten in der Produktion und deren direkte Führungskräfte. Diese bilden die Nutzer des dSFM, welche auf verschiedene Applikationen zugreifen können. Das dSFM unterstützt Produktionsteams in der Besprechung und Steuerung der Produktion durch Kennzahlen, sowie bei der systematischen Erkennung und Lösung von Abweichungen.

Die Ergebnisse der Shopfloor Besprechungen werden an die jeweils nächste Hierarchieebene weiter aggregiert und zusammengefasst. Dies wird durch ein effektives Rollen- und Nutzer-Modell inkl. eines entsprechenden Berechtigungssystems erreicht. Der Übergang des papierbasierten klassischen SFM zum dSFM wird für die Beschäftigten möglichst einfach gestaltet, da im KMU Bereich zum aktuellen Zeitpunkt nur wenige digital vernetzte Systeme verwenden werden und Beschäftigte aus der direkten Produktion daher den Umgang mit digitalen Lösungen zu großen Teil bisher nicht gewohnt sind. Bestehende Systeme zum Auslesen der Produktionssteuerungsdaten (Was soll wann in welcher Anzahl produziert werden?), der Qualitätsparameter (In welcher Qualität wurde was produziert?) und der Prozessdaten (In welcher Anzahl wurden schlussendlich Teile produziert, die an den Kunden weitergegeben werden können werden über die Datenschnittstellen der sphinx open online Plattform integriert, so dass sie die Daten liefern, welche zur Erkennung von Abweichungen im Produktionssystem notwendig sind. Dies wird von der Applikationsebene geleistet. Sie verknüpft die Anwendungssysteme in der Produktion mit den Methoden der schlanken Produktion (wie z.B. einen strukturierten Problemlösungsprozess).

Im dSFM wird in einem kurzen, täglichen Performance Dialog die Leistungskennzahlen, Maßnahmen, Probleme und wichtigen Informationen für die aktuelle Schicht an alle Beteiligten vermittelt. Die Applikation für den Performance Dialog steht dabei den TeamleiternInnen und den höheren Hierarchieebenen zur Verfügung. Die Applikation zur systematischen Problemlösung gibt einen Überblick über die eigenen, aktuell offenen Probleme und deren Beteiligten. Für jedes identifizierte Problem leitet die Applikation durch den systematischen Problemlösungsprozess in einer interaktiven und unterstützenden Art und Weise. Digitale Assistenzsysteme vereinfachen den Zugang zu relevanten Informationen und ermöglichen komplexe Sachverhalte innerhalb kürzester Zeit zu verstehen. Dies wird über die Darstellung von kontextsensitiven Informationen geleistet, welche den Zustand der Produktionsumgebung zum Zeitpunkt des Fehlerauftretens darstellen. Auch detaillierte Informationen zum betroffenen Produkt wie z.B. Zeichnungen oder Arbeitspläne werden zur Verfügung gestellt.

Erfolgreiche und nicht erfolgreiche Problemlösungszyklen werden gespeichert und für andere Beschäftigte und Teams zur Verfügung gestellt, um als Best Practice bzw. weitere Lernmöglichkeit zu dienen. Auf diese Weise bildet der Problemlösungsassistent des dSFM ein wichtiges Wissensmanagementelement der Produktion und verknüpft verschiedene für die Produktion relevante Wissensquellen auf eine innovative Weise miteinander. Bei der Speicherung der Daten werden geltende Richtlinien zum Datenschutz beachtet und eingehalten, um sensible Daten der Beschäftigten zu schützen. Generell ist das dSFM ein Werkzeug, welches Transparenz in der Produktion erzeugt, um Abweichungen zu erkennen und schnell zu Lösen. Dabei geht es nicht um eine Überwachung der Beschäftigten, sondern um die Überwachung des Produktionsprozesses.

Auf der technologischen Ebene wird in der Lösung die Integration der Shopfloor Devices, Datenbanken und Kommunikationsschnittstellen betrieben. Um die Zusammenarbeit zu fördern setzt das dSFM auf interaktive Whiteboards, Monitore und mobile Tablets. Durch die Integration der Produktions-IT soll eine vollständige, unternehmensübergreifende Transparenz über die Produktionsprozesse entstehen. Der zunehmenden Vernetzung von Maschinen wird dadurch Rechnung getragen, dass Kennzahlen auch direkt von Maschinen durch moderne Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikationsprotokolle abgerufen werden können.

Zusammenfassend stehen also vier zentrale Elemente des dSFM identifizieren, die im Folgenden dargestellt werden:

Abb.1: Die 4 Kernelemente des dSFM

2. Was ist der Vorteil gegenüber papierbasierten Ansätzen des SFM?

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Aberdeen Group (2015) erreichten Unternehmen, die papierbasierte Lösungen (Auftragssteuerung, Freigabeprozesse und weitere) reduzieren, erhebliche Verbesserungen bei Produktivitätskennzahlen wie Termintreue, ungeplanten Anlagenstillständen oder der Bestandsgenauigkeit. Dies bildet einen direkten Vorteil für Kunden, die das dSFM in ihrer Produktion einsetzen und so direkte Ersparnisse durch Ressourcenreduktionen erzielen. Mittels Prozess- und Leistungsdaten in Echtzeit lassen sich Fehler frühzeitig erkennen und mittels der systematischen Problemlösung zügig lösen. Damit reduzieren sich Bearbeitungszeiten von Kundenaufträgen und die Qualität steigt.

Besonders die teamübergreifende Kommunikation und Kollaboration sind Kernverbesserungen des dSFM gegenüber einem analogen SFM und unterstützen so die konkreten Nutzer in der Produktion. Zum Lösen von Problemen wird aktuell auf Ressourcen im direkten Umfeld zurückgegriffen (KollegInnen, direkte Vorgesetzte, etc.) oder das benötigte Wissen extern über Beratung bezogen. Mittels der angestrebten Wissens- und Datenintegration im dSFM lässt sich die Problemlösefähigkeit und -geschwindigkeit sprunghaft steigern (vgl. Abbildung 2). Diese verbesserte Zusammenarbeit der dSFM-Nutzer in der Produktion wirkt sich wiederum direkt auf einen Kunden aus und verbessert so Mitarbeiter- und Maschinenproduktivität bzw. reduziert Ausschusskosten und Zeiten für Nacharbeit.

Abb. 2: Sprunghafte Steigerung der Problemlösefähigkeit und -geschwindigkeit

 

Der Verfasser Jens Hambach hält zu diesem Thema einen ausführlichen Vortrag auf dem KVP Kongress vom 15. bis 16. Februar 2018  im Audi Forum in Neckarsulm.

 


Ausführliche Informationen zum KVP Kongress 2018:

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KVP Kongress 2018: Kostenloses Tablet bis 30. November sichern!

Tablet kostenlos bei Kongressbuchung bis zum 31. Dezember!

Eine Veranstaltung wie der KVP Kongress bietet viele Möglichkeiten zu informieren und damit auch jede Menge Potential für Infomaterialien. An für sich ist das ja sehr lobenswert, jedoch steht man dann meistens vor dem Problem die teilweise sperrigen und manchmal auch schweren Unterlagen die ganze Zeit mit sich zu führen. Auch wir haben uns zu diesem Thema Gedanken gemacht und haben versucht alle Materialien in einem einzigen Kongressordner zu sammeln. Doch auch dieser Ordner erfüllt leider die obigen Kriterien mit Bravour: sperrig und schwer!

Es freut uns Ihnen dieses Jahr erneut eine vielseitig nutzbare Alternative bieten zu können: Gegen einen geringen Aufpreis i.H.v. 50.- € zu den Kongressgebühren können Sie sämtliche Informationen, Präsentationen und Kongressinhalte in digitaler Form auf einem zeitgemäßen Tablet erhalten. Auch hier haben Sie die Möglichkeit während der Vorträge mitzulesen und sich in digitaler Form Notizen zu machen. Allerdings ersparen Sie sich das mühsame Herumtragen eines schweren Kongressordners.

Und jetzt kommt das Beste:

Aufgrund der guten Resonanz zu den Kongress-Tablets haben wir uns entschlossen Ihnen das Tablet bei einer Kongressbuchung inkl. Kompaktseminar bis zum 31. Dezember 2017 kostenlos zu überreichen. Damit Sie am Kongress Ihr Tablet bekommen ist es ganz wichtig im Buchungsformular das Nachrichtenfeld auszufüllen. Beschriften Sie dieses bitte mit “TABLETANGEBOT”. Vergessen Sie bitte auch nicht bei der Kongressbuchung die Option “Tablet” auszuwählen. Nur so können wir sicherstellen, Ihnen am Kongresstag auch ein Tablet überreichen zu können.


Ausführliche Informationen zum KVP Kongress 2018:

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Kongressvortrag: TWI als Mittel um dem Fachkräftemangel zu begegnen

Ein Beitrag auf dem KVP Kongress 2018 im Audi Forum in Neckarsulm

Einführung und Implementierung von TWI in einem multinationalen Konzern als KVP Maßnahme um demografisch fehlenden Mitarbeitern und mangelnder Fachkompetenz zu begegnen.


Fulian Ye, General Manager

spricht über Training Within Industry (TWI) – Die fundamentalen Fähigkeiten des Lean Managements

“I don’t think you can do a good job of implementing standardized work or several other elements of TPS without the JI skill set in place.”

– Isao Kato, emlg. Toyota Manager

(Ich glaube nicht, dass man die Implementierung von standardisierten Arbeitsabläufen oder anderer Elemente von TPS ordentlich hinbekommt, ohne die Fähigkeiten des JobInstruction etabliert zu haben.)

In den vergangenen 20 Jahren habe ich einige Unternehmen betrachtet, die mit der Implementierung von standardisierten Arbeitsabläufen, Kaizen oder anderen Methoden kämpften. Sehr oft waren die Erfolge nur kurzfristig. Auf Dauer konnten die Ergebnisse selten gesichert werden. Eine direkte Ursache ist, dass es keinen Plan und auch keine ausreichende Zeit gibt, die Mitarbeiter in den neuen Methoden zu schulen. Die TWI – JobInstruction Methode bietet die Möglichkeit, bei konsequenter Anwendung, die Stabilität in den Prozessen zu verbessern und auf Dauer zu gewährleisten.

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Referenten unter http://www.shingoprize.org/seab , Herr Ye ist Mitglied des Shingo Executive Advisory Board.

 

 

 


Ausführliche Informationen zum KVP Kongress 2018:

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Six Sigma Yellow Belt Training auf dem KVP Kongress 2018

Vom 15. – 16. Februar 2018 findet im Audi Forum Neckarsulm erneut unser jährlicher KVP und Quality Kongress statt. Am Vortag der Veranstaltung, am 14. Februar 2018 bieten wir unseren Kongressteilnehmern eine Auswahl exklusiver Kompaktseminare an. Die Teilnahme erfolgt gegen eine äußerst geringe Selbstkostengebühr und ist ausschließlich Kongressteilnehmern vorbehalten. Darunter bieten wir Ihnen ein exklusives eintägiges Six Sigma Yellow Belt Training an. Einen kleinen Auszug aus diesem Training finden Sie auch als Vortrag auf dem Kongress wieder.

Bitte geben Sie bei Ihrer Kongressbuchung das gewünschte Six Sigma Yellow Belt Kompaktseminar gleich mit an, die Anzahl der verfügbaren Plätze ist begrenzt und wird nach Buchungseingang vergeben. Ausführliche Seminarinhalte finden Sie in der Seminarbeschreibung zum Yellow Belt Kompaktseminar; im Anschluss an die Präsenzveranstaltung erhalten Sie von uns selbstverständlich eine Teilnahmebestätigung.

Kompaktseminar 3 am 14.02.2018:

Six Sigma Yellow Belt – Übersicht der wesentlichen Merkmale von Six Sigma

Alle Kompaktseminare

Kosten

€ 70.- pro Teilnehmer zzgl. gesetzl. MwSt. zuzüglich zu den Kongresskosten in Höhe von € 929.- + MwSt.

Ausführliche Informationen zum KVP Kongress 2018: