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What three words – Welche drei Worte?

Eine völlig neue Art der Navigation ist auf dem Vormarsch und tatsächlich auch schon in Praxiseinsatz bewährt – what3words! Sie macht Orte auffindbar, die mit herkömmlichen Navigationssystemen nicht auffindbar sind, weil sie entweder keine Adresse haben oder einfach zu klein sind. Stellen Sie sich vor, man kann plötzlich als Navigationsziel einen bestimmten Messestand, einen Werks- oder Halleneingang oder sogar das eigene Badetuch am Schwimmsee benennen.

Wie funktioniert das?

what3words ist ein innovativer Ansatz zur Georeferenzierung von Standorten: über die gesamte Erdoberfläche wird ein Raster von 3 mal 3 Metern gelegt. Somit ist unsere Welt in ca. 57 Billionen kleiner Quadrate mit der Seitenlänge 3 Meter vollständig aufgeteilt; durch diese Rasterung werden auch Orte erfasst, die über keine konventionelle Adresse verfügen (Strasse, Hausnummer, PLZ, etc.) oder Adressen von großen Arealen werden auf ein 3 mal 3 Meter großes Feld konkretisiert (Wir treffen uns am Eiffelturm?!?). Jedes dieser Quadrate wird mit einer eindeutigen w3w-Adresse verknüpft, welche aus einer Kombination von drei einfachen Wörtern besteht.

w3w Adresse München

Kennen Sie den Biergarten am “Chinesischen Turm” in München? Die Parkanlagen des Englischen Gartens sind sehr weitläufig. Doch über dieses Navigationssystem lässt sich gar der Aufstellort eines einzelnen Tisches klar definieren.  So ist dann beispielsweise die w3w Adresse dieses bestimmten Tisches(!!!) dort die Wortkombination: “immer.endet.aufzüge”. Die Kombination ist stets eindeutig, da man für 57 Billionen Wortkombinationen lediglich ca. 40.000 verschiedener Worte benötigt. Nur zum Vergleich, der Deutsche Duden listet ca. 145.000 Wörter. Es gibt also genügend Ausdrücke, um jedem Ort einen eigenen Namen zu geben. Die Namen ergeben keinen Sinn und haben keinen Bezug zum ausgewählten Ort. Das System erlaubt zudem die Nutzung in der eigenen Muttersprache, ist somit auch größtenteils auf deutsch verfügbar.

Wofür braucht man so ein System?

Durch GPS und zahlreiche Navigations- und Karten-Apps schient unsere Welt ein ganzes Stück kleiner und überschaubarer geworden zu sein, zumindest ist die Weltkugel sehr präzise vermessen. Trotzdem können konventionelle Adressen eine äußerst unpräzise Angabe sein. Bedenken Sie z.B. die Situation von Paketzustellern, die trotz genauer Strassenadresse nicht immer den richtigen Werks- oder Lieferanteneingang finden können. Auch dürfen wir nicht von unserer wohlgeordneten Welt als Standard ausgehen; viele Orte auf der Welt sind nicht mit Strassennamen versehen oder diese kommen mehrfach vor, entlegene und kaum bevölkerte Gebiete sind überhaupt nicht verzeichnet, etc. Genau hier kommen die Stärken dieses einfachen Systems voll zur Geltung. what3words ist aber nicht dafür gedacht die konventionelle Navigation zu ersetzen, das System ist vielmehr dafür gedacht in Kombination mit Postleitzahlen, Strassenanamen und Hausnummern die Navigation zu vereinfachen und viel präziser zu gestalten. Weiterhin besteht auch ein Nachteil darin, daß man die Zieladresse, also die Wortkombination bereits kennen muss. Eine spontane Navigation mit drei Worten ist also noch nicht möglich.

Was sind die praktischen Anwendungsmöglichkeiten?

  • Bereits einige Staaten haben dieses System in Ihr Postwesen integriert, darunter Nigeria, Dschibuti, die Elfenbeinküste, die Mongolei, etc.
  • Speditionen verwenden das System um in weitläufigen Industriearealen die genauen Abladeorte zu bestimmen.
  • Das System hält Einzug in die Autonavigation und präzisiert dort die herkömmlichen Navigationssysteme.

Was denken Sie, könnten in Zukunft weitere praktische Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie sein? Könnten einzelne Palettenstellplätze einfach und präzise bestimmt werden? Baut man Großparkplätze entsprechend diesem Raster könnte eine präzise Stellplatznavigation das Auffinden von Fahrzeugen erleichtern? Wo wurde Baumaterial auf einer Großbaustelle genau abgeladen oder wo soll der Kranfahrer danach suchen? Schreiben Sie uns Ihre Ideen, gerne nehmen wir diese hier auf.

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Effektivere Kommunikation durch “smartwatch”

Auf der Suche nach neuen innovativen und agilen Lösungen sind wir in Kontakt zu einem jungen Start-Up Unternehmen aus Stuttgart gekommen. Das Team um Michael Reutter und Benjamin Schaich von der aucobo GmbH hat sich eine angesagte Technologie aus dem Bereich Unterhaltung und Lifestyle vorgenommen und diese mit vielen praktischen und vor allem effektiven Funktionen neu konzipiert. Die “smartwatch” von aucobo stellt eine vorteilhafte Möglichkeit der Maschinenüberwachung und Verkürzung von Reaktionszeiten dar.

Neben dem Einsatz in Produktion, Logistik oder Wartung ergeben sich durchaus weitere denkbare Vorteile im praktischen Einsatz auch in vielen anderen Unternehmensbereichen. So gewährleistete der Einsatz von “smartwatches” einen hohen Grad an Eigenorganisation der Mitarbeiter und eine bedarfsgerechte Informationsverteilung (agile Produktion); wichtige Informationen werden klar und ohne Reizüberflutung sofort und mobil an die richtige Person übermittelt (kein Medienbruch). Ein nicht zu unterschätzender und wesentlicher Vorteil gegenüber anderen mobilen Lösungen ist die Tatsache, daß dabei die Hände zum Arbeiten frei bleiben!

Auf den ersten Blick ergeben sich schon zahlreiche Anwendungsfälle in der Praxis:

  • Maschinen informieren über Zustände, Fehlermeldungen sowie Aufgaben und ermöglichen Mehrmaschinenbedienung durch effektive Selbstorganisation in der Produktion (SMED).
  • Wartungs- und Instandhaltungsmeldungen erfoglen direkt vom ERP, von Maschinen oder Mitarbeitern und werden zuverlässig verteilt.
  • Erinnerung an Wartungsaufträge, etc.
  • Informationsverteilung für reaktive und geplante Instandhaltung nach Priorisierung (TPM).
  • Pickanweisungen und Liefermeldungen direkt aufs Handgelenk mit  Bestätigungs- und Rückmeldefunktionen; Abstimmung und Anfragen an die passenden Logistiker.
  • Dringende Logistikanfragen werden sofort erhalten.
  • Unmittelaber Rückmeldung und Korrektur von Fehlbeständen.
  • etc.

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Download: Checkliste für Verschwendung

Alle sprechen davon Verschwendung und Leerlauf zu vermeiden und zu reduzieren. Doch was genau ist Verschwendung und wie erkennt man Sie im routinierten Tagesablauf? Als kleine Hilfe stellen wir Ihnen hier gerne eine Checkliste mit den häufigsten Ursachen für Verschwendung zur Verfügung. Wir hoffen diese Auflistung der häufigsten in der Praxis vorkommenden Problemfälle hilft Ihnen gegen Verschwendung in Ihrem Unternehmen anzugehen, viel wichtiger aber auch um bei Ihren Mitarbeitern den Blick für vielleicht auch nicht ganz so offensichtliche Verschwendung zu schärfen.

Die Auflistung geht ein wenig über die klassischen 7 Verschwendungsarten nach dem TIMWOOD Modell hinaus und erhebt sicher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielleicht haben Sie ja eine gute Idee, die Sie gerne mit allen teilen möchten? Gerne aktualisieren wir die Liste und nehmen wir Ihre guten Vorschläge dann mit auf.


Checkliste Verschwendung 10-18

Download:

Checkliste Verschwendungsarten PDF

Checklsite Verschwendungsarten DOC

 

Sämtliche hier angebotenen Formulare und Tabellen stehen Ihnen für Ihre internen KVP und Lean Workshops und Projekte zur Verfügung, dürfen jedoch in keiner Weise für kommerzielle Zwecke in offenen Schulungen und Weiterbildungsangeboten verwendet werden. (Gerne stellen wir Ihnen auch Dateien im veränderbaren MS Word Format zur Verfügung, kontaktieren Sie uns einfach über das Anfrageformular)

Weitere informationen zu den Verschwendungsarten, der 5S Methode oder dem Lean Management erhalten Sie auf unserer Webseite oder in unseren Schulungen:

5S Methode / 5S Basiswissen

Lean Management Basiswissen

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5S im Kontext von Industrie 4.0

Die 5S-Methode ist Bestandteil des Toyota-Produktionssystems und eine systematische Vorgehensweise, um  Arbeitsplatz und  Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass man sich verstärkt auf die wertschöpfenden Tätigkeiten konzentrieren kann.

5S ist eine Philosophie und kein einmaliges Ereignis; vielmehr schaffte es ein  positives Umfeld für Spitzenleistungen. Um einen Veränderungsprozess zu starten, eignet sich die Methode von 5S besonders gut.  Alle Mitarbeiter müssen einbezogen werden, damit der Erfolg rasch sichtbar wird. 5S schafft eine Aufbruchstimmung und ist bei allen Bemühungen als Fundament der verschiedenen weiteren Verbesserungsmethoden zu sehen.

Hitoshi Takeda schreibt in seinem Buch “Das synchrone Produktionssystem” (2002,S.28ff), dass Ordnung und Sauberkeit der erste Schritt zu einem Produktionssystem ist.

Beim Betreten des Betriebes zählt oft der erste Eindruck. Das Werk dient sowohl als Schaufenster als auch für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen und ist enorm wichtig um beim Geschäftspartner Vertrauen zu schaffen. Aus diesem Grund muss die Umsetzung von 5S energisch vorangetrieben und in einem Schwung umgesetzt werden, damit sich die Verbesserungen dauerhaft festigen können. D.h. sicherlich nicht, dass es grundsätzlich sinnvoll erscheint die Umsetzung anzutreiben, sie aber konsequent zu begleiten.

“Es ist ein Irrglaube, dem viele Menschen unterliegen, dass es sich bei dieser Methode nur um das Aufräumen handelt.” (Liker J.)

Wie wahr diese Aussage tatsächlich ist, werden wir sicher in den nächsten Jahren noch deutlich erkennen, da sie von den Begrifflichkeiten Industrie 4.0 und Digitalisierung durchdrungen wird. In diesem Umfeld wird schon heute gefordert, dass robuste Prozesse gegeben sein müssen, damit wir nicht in die nächste “Falle” einer massiv gepuschten “Industrie-Revolution” hineintappen.

Die erfolgreiche Umsetzung einer Methode wird ausschließlich durch die Nachhaltigkeit in der Wirkung bestimmt. Wie kann nachhaltige Wirkung erzeugt werden – doch ausschließlich dadurch, indem wir alle Beteiligten von der Wirksamkeit überzeugen und mitnehmen.

Dies setzt voraus, dass wir die Betroffenen – Menschen – mitnehmen! Wie kannjedoch ein Mitnehmen am Shopfloor gelingen?

Aus unserer Sicht ist es erforderlich, dass sich Führung mehr mit den täglichen Problemen beschäftigt. Mit den Dingen, die die Menschen vor Ort belasten und nicht ausschließlich mit Vorgaben, die ggf. neue Probleme erzeugen bzw. nicht nachvollziehbar sind. Hier muss an eines der Toyota Prinzipien erinnert werden: “Mache dir selbst ein eigenes Bild vor Ort, um die Situation grundlegend zu verstehen” – Wir nehmen uns nicht ausreichen Zeit, Probleme zu verstehen,  Anforderungen zu begründen und die Menschen entsprechen einzubinden.

Kommunikation muss wieder in den Vordergrund gerückt werden. Die Menschen müssen erkennen, dass uns ihre Probleme bekannt sind und wir mit der/den Methode(n) zur Lösung beitragen.

Das wir heute fast “jeden” Tag eine neue Methode glauben vermitteln zu müssen, ist der falsche Weg! Wir beherrschen die eine noch nicht einmal vollständig und beginnen schon mit einer Neuen. Kann das Betroffene überzeugen? Sicherlich tut es das in den wenigsten Fällen.

Desweiteren wird es erforderlich sein, dass die Betroffenen in ausreichender Form geschult und unterwiesen werden, damit eine Unterstützung in der Problemlösung erfolgen kann. D.h. wir müssen Menschen befähigen Probleme gegebenenfalls selbst zu lösen. Dies kann nur durch konsequentes und erfolgreiches Qualifizieren und Weiterbilden erfolgen.

So ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass man auf die Schulung der wichtigsten und grundlegenden Ansätze zu Lean, nämlich die erfolgreiche Umsetzung der 5S-Methode, so wenig Wert legt. 5S ist die Basis der schlanken, verschwendungsarmen Produktion! Es ist ebenso nicht nachvollziehbar, dass versucht wird, diese tiefgreifenden und umso wichtiger erscheinenden Inhalte, an einem halben bzw. in nur wenigen Stunden zu vermitteln. Unternehmen haben zugelassen, dass ihre Mitarbeiter viele Jahre methodisch nicht nur nicht geschult, sondern möglicherwiese auch falsch unterwiesen wurden. Das eine Neuorientierung bzw. Veränderung eine entsprechende Zeit benötigt und bis diese ggf. wirkt, hängt im wesentlichen von der Unterstützung der Führung/ des Managements ab. Nur unter diesem Gesichtspunkt wird eine erfolgreiche Integration einer neuen Methode gelingen.

Im Prinzip geht es u.a. auch darum, die Organisation für Veränderung zu begeistern. Verbesserungsvorschlagswesen hat in vielen Fällen ausgedient, da eine Umsetzung in den meisten Fällen nicht erfolgt war oder viel zu lange dauerte. Der Frustrationsgrad der Einreicher und derer, die von der Umsetzung positiv betroffen wären, hat einen Grad erreicht, der kaum umkehrbar ist. Ziel muss also sein, Lösungen zu suchen, mit der man die Organisation stärkt, damit eine Lösung der Probleme durch die Organisation erfolgen kann.

Fazit: 5S gehört im Lean Management zu den wichtigsten Umsetzungswerkzeugen, wobei wir davon überzeugt sind, dass dies ebenso für die Umsetzung von Digitalisierung und Industrie 4.0 gilt.

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Verbesserungs- vorschläge prämieren?

Beschäftigen sich Unternehmen mit KVP ist häufig eine der ersten getroffenen Maßnahmen die Einführung eins betrieblichen Vorschlagswesens (BVW). Als naheliegende Ausprägung eines gewünschten Verbesserungsprozesses ist per se dagegen auch nichts einzuwenden, die Unterschiede zwischen der “kleinen” Lösung und der großen KVP Inititaive liegen offen auf der Hand. Beim Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) ist die Ideenfindung relativ stark strukturiert: Die Mitarbeiter arbeiten in Teams, die durch eine Teamleitung moderiert werden. Die einzelnen Schritte und Abläufe folgen einem bestimmten Muster (PDCA). Das Betriebliche Vorschlagswesen (BVW) dagegen zeichnet sich durch spontane Ideenfindung aus. Ein klassisches Beispiel, daß i.d.R. auch immer als eine der ersten Maßnahmen umgesetzt wird, ist der Ideenbriefkasten, in den Mitarbeiter jederzeit Verbesserungsvorschläge zu jeglichen Aspekten des Unternehmens einwerfen können. Typischerweise werden gute Vorschläge mit Sach- oder Geldprämien belohnt. Und genau hier scheiden sich auch schon die Geister:

Prämierung, ja oder nein?

Oft wird uns die Frage gestellt, ob im Rahmen des BVW die Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern in irgendeiner Form überhaupt prämiert werden sollen? Und wenn ja, wie hoch soll eine Prämie ausfallen? Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es sicher nicht und die offen zutage tretenden Meinungen decken hier das gesammte Spektrum ab. Es finden sich in der Praxis zahlreiche Verfahrensweisen, von überpositiven Standpunkten, bei denen jeder ernstgemeinte Vorschlag, wenn auch nur symbolisch, bereits direkt prämiert oder zumindest am Jahresende im Losverfahren berücksichtigt wird, bis hin zu einer strikten Verweigerungshaltung, bei der Unternehmen eine Belohnung gänzlich verweigern mit dem Hinweis, die Mitarbeiter würden ja bereits für das Mitdenken ordentlich bezahlt. Hier muss jeder Unternehmer und jede Betriebsführung ihren eigenen Standpunkt finden und mit deutlichen Argumenten festigen. Viel entscheidender für die Beantwortung der oben gestellten Frage ist jedoch ein anderer wichtiger Aspekt: wie sehr steht die Führungsebene hinter dieser Maßnahme und wieviel Potential wird den Ideen der Mitarbeiter zugetraut? Dafür gilt es die Vor- und Nachteile eines BVW abzuwägen:

Vorteile des BVW:

  1. Motivation der Mitarbeiter, diese können mit Ihren Ideen aktiv Veränderungsprozesse im Unternehmen anregen und ihren eigenen Arbeitsplatz mitgestalten.
  2. Nutzung wichtiger Ressourcen der Mitarbeiter bei geringen Kosten, diese sind die absoluten Fachleute in ihrem Arbeitsbereich und kennen die Probleme genau.
  3. Kreatives Potential aller Mitarbeiter wird genutzt und nicht nur die dafür eingesetzten Entwicklerteams.
  4. Methoden und Maßnahmen zum BVW (zum Beispiel ein Wettbewerb) sind firmenintern sehr einfach und ohne großen Aufwand bekannt zu machen, häufig genügt eine Email an alle Mitarbeiter.
  5. Wenn Gruppen über ihre Ideen diskutieren und gemeinsam Lösungen erarbeiten, wird der Zusammenhalt im Unternehmen gefördert.
  6. Die Bindung und Treue ans Unternehmen wird gestärkt. Denn durch betriebliches Vorschlagswesen bekommen Angestellte das Gefühl, direkt zum Erfolg des Unternehmens beizutragen. Zudem fühlen sie, dass sie ein wichtiger Teil eines großen Ganzen sind.

Nachteile des BVW:

  1. Mitarbeiter sind vorgeprägt von den bisherigen Abläufen und Vorstellungen eines Unternehmens, betreibsblind. Wirklich kreativ und innovativ zu denken, ist für sie viel schwieriger als für Außenstehende.
  2. Beim Betrieblichen Vorschlagswesen bringen weniger Menschen ihre Ideen ein als bei offenen und geführten Innovationsinitiativen.
  3. Externe Perspektiven, wie etwa die Sichtweise der Kunden, können durch BVW nur indirekt berücksichtigt werden.
  4. Da sicher nicht alle Ideen wirklich umgesetzt werden können, kommt es zwangsläufig zu Enttäuschungen.
  5. Ein funktionaler Bewertungs- und Umsetzungsprozess muss etabliert und auch fehlerfrei durchgeführt werden.

Entscheidet man sich ob der Vor- und Nachteile eines BVW für dessen Einführung im Unternehmen, muss man ehrlicherweise auch die Frage stellen, ob die Aussicht auf eine Prämie die Beteiligung der Mitarbeiter am Vorschlagswesen erhöht oder ob die Verweigerung der Prämie das Vorschlagswesen nicht schon im Keim erstickt? Nicht zu vergessen gibt es rechtlich gesehen unter bestimmten Bedingungen sogar einen Anspruch auf eine Prämie, wenn der Vorschlag auch tatsächlich umgesetzt wird. Aus der Praxis lässt sich berichten, daß bei allen gut funktionierenden betrieblichen Vorschlagswesen auch eine differenzierte Prämienregelung im Hintergrund besteht. Man darf sich der herrschenden Meinung nicht verschließen, Geld sei einer der schlechtesten Motivationsfaktoren überhaupt. Allerdings gebe ich immer gerne zu bedenken, daß durchschnittlich über 75% aller Verbesserungsvorschläge aus der Produktion kommen. Lässt sich also bei einem Entwicklungsingenieur noch darüber streiten, ob Verbesserung nicht zu seiner Stellenbeschreibung dazugehört, so ist in einem viel niedrigeren Lohnbereich auch schon eine kleine finazielle zuwendung seitens des Arbeitgebers, eine große und spürbare Geste. Viel wichtiger jedoch als die Prämiendiskussion ist die Etablierung eines gut durchdachten Ablaufs und Bewertungsprozesses; hier können kapitale Fehler gemacht werden, die sämtliche Bemühungen zum Scheitern verurteilen.

Ablauf und Bewertungsprozess

Den verantwortlichen Führungskräften muss von Anfang an klar sein, daß der Bereich des betrieblichen Vorschlagswesens ebenfalls ein ernormes Potential in sich birgt um unverzeiliche Fehler zu begehen und somit die Motivation der Mitarbeiter gänzlich zunichte zu machen. Nichts ist frustrierender und enttäuschender, wenn die eigenen Ideen und Verbesserungsbemühungen nicht anerkannt werden, durch fadenscheinige Erklärungen abgelehnt werden oder ewig in Bewertungsdiskussionen ohne Entscheidung verharren. Hier gilt es sofort einen Prozess festzulegen, der mäglichst folgenden Grundsätzen entspricht:

Grundsätze des Bewertungsprozesses:

  1. Einfacher Zugang für alle Mitarbeiter
  2. Schnelle Bearbeitung und offene Kommunikatioen
  3. Faire Bewertung der eingereichten Ideen
  4. Transparente Prämienregelung
  5. Anerkennung und Honorierung auch über die finanzielle Zuwendung hinaus
  6. Etablierung einer wohlwollenden Verbesserungskultur

Wird ein “Verbesserungsvorschlagswesen” unter Einhaltung der o.g. Kriterien durchgeführt, so kann dies dauerhaft und nachhaltig zu großen Erfolgen führen. Die Mitarbeiter dürfen selbstverständlich nicht unter Druck gesetzt werden oder für schlechte Vorschläge gemaßregelt oder kritisiert werden. Nur so lässt sich eine hohe Beteiligung und Motivation einer breiten Schicht der Mitarbeiter dauerhaft sicherstellen. Allerdings zeichnet die Situation in der Praxis oftmals ein ganz anderes Bild auf! Häufig fehlt es schon von Beginn an an festgelegten Bewertungsprozessen, es sind keine Zuständigkeiten festgelegt, eine offene Kommunikation findet nicht statt. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine bahnbrechende Idee und wollen “ihr” Unternehmen damit weit nach vorne bringen, reichen voller Vorfreude Ihren Verbesserungsvorschlag ein und warten nun ab, was passiert. Lange Zeit erst einmal überhaupt nichts! Niemand weiß bescheid, niemand ist zuständig, der Meister kritisiert sogar offen Ihren Vorschlag. Auf wiederholtes Nachfragen erhalten Sie dann eine Ablehnung mit einer Begründung, die weder Sie noch Ihre Kollegen nachvollziehen können. Dank oder gar eine Prämie erhalten Sie nicht, dafür wird “Ihre” Idee wenige Monate später durch das Unternehmen “von oben” eingeführt. Diese Abläufe garantieren, daß mit absoluter Sicherheit keiner der Mitarbeiter im Unternehmen sich mehr Gedanken zu irgendwelchen Verbesserungen machen wird!

Fazit

Die Ideen der Mitarbeiter sind eine wertvolle Ressource, die es nicht zu verschwenden gilt! In jedem anderen Bereich machen wir uns Gedanken über Verschwendung, ob Wege zu weit sind oder zu oft gegangen werden, ob Materialüberschuss herrscht, ob Suchzeiten zu lang sind oder ob alle Arbeitsplätze aufgeräumt und nach 5S Kriterien aufgestellt sind. Ein immer wichtiger werdender Bereich der humanen Ressourcen fristet dabei in vielen Unternehmen leider immer noch ein stiefmütterliches Dasein im Abseitz. Eine bessere, loyalere und kostengünstigere Konglomeration von geballter Fachkompetenz als das eigene hochspezialisierte Team aus eben jener Abteilung ist kaum zu finden und wenn doch, ist dieses externe Fachwissen teuer einzukaufen. Wollen wir ein funktionierendes Vorschlagswesen, so wird man unmöglich an einem funktionierenden Bewertungsprozess sicher aber auch nicht an einem angemessenen Prämienmodell vorbei kommen. Viele Unternehmen halten die Zahlung von Prämien für Verbesserungsvorschläge für falsch. Um eine Verbesserungskultur zu etablieren ist es wichtig, das Einbringen von Vorschlägen zur Selbstverständlichkeit, zur Verbesserungskultur zu machen und daher nicht zu prämieren. Betrachtet man allerdings von wo die meisten Vorschläge kommen, so wird man dem einfachen Werker in der Produktion eine angemessene Belohnung kaum verweigern können. Dabei ist festzuhalten, dass die Anerkennung und Wertschätzung der Leistung oftmals sogar wichtiger ist als materielle Belohnungen.

Argumente für eine Prämienregelung:
  • Motivation der Mitarbeiter
  • Faire Behandlung der Mitarbeiter
  • Mitarbeiter machen sich auch Gedanken über Probleme, die nicht zu Ihren Kernaufgaben gehören
  • Ausdruck der Wertschätzung des Unternehmens
  • Beteiligung an der Einsparung
Argumente gegen eine Prämienregelung:
  • Steht der Etablierung einer Verbesserungskultur entgegen
  • Wird von Mitarbeitern erwartet, ist Bestandteil von Stellenbeschreibung und Arbeitsvertrag
Ausgestaltung der Prämienregelung:
  • Geldleistungen je nach Verbesserungsvorschlag
  • Gutscheine (Tankstelle, Amazon, Restaurant,…)
  • Losverfahren und/oder Tombola am Jahresende
  • keine Prämie, dafür werden aber alle Vorschläge sofort umgesetzt und geprüft
  • Beteiligung an der Einsparung
Ablauf und Bewertungsprozess:
  • Ideenbriefkasten, Intranet, Software, Tools zum Ideenmanagement,…
  • Festes Bewertungsgremium
  • Bewertungsgremium je nach Fachbereich
  • Bewertung nach Kriterien, wie z. B. die Kreativität der Idee, der Umsetzungsgrad des Vorschlags und die Nähe zum Aufgabengebiet des Einreichers

 

Wie ist Ihre Meinung zum betrieblichen Vorschlagswesen? Haben Sie andere Erfahrungen, Anregungen, Kommentare? Schreiben Sie uns, gerne erweitern wir diesen Beitrag durch Ihre Beispiele.

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Die sieben Verschwendungsarten – Anhand der Filmbeispiele erklärt

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Verschwendung in der Produktion?

Am Beispiel eines Familienvaters der für seine von der Schule heimkehrenden Kinder das Mittagessen bereitet, werden die sieben Verschwendungsarten in der Produktion an einem alltäglichen Beispiel Praxisnah dargestellt. Dieser Film ist ein Ausschnitt aus einer fünfteiligen, umfassenden Darstellung der sieben Verschwendungsarten.

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Die sieben Verschwendungsarten – Erklärung der sieben Verschwendungsarten

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Verschwendung in der Produktion?

Am Beispiel eines Familienvaters der für seine von der Schule heimkehrenden Kinder das Mittagessen bereitet, werden die sieben Verschwendungsarten in der Produktion an einem alltäglichen Beispiel Praxisnah dargestellt. Dieser Film ist ein Ausschnitt aus einer fünfteiligen, umfassenden Darstellung der sieben Verschwendungsarten.

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Die sieben Verschwendungsarten

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Verschwendung in der Produktion?

Am Beispiel eines Familienvaters der für seine von der Schule heimkehrenden Kinder das Mittagessen bereitet, werden die sieben Verschwendungsarten in der Produktion an einem alltäglichen Beispiel Praxisnah dargestellt.  Dieser Film ist ein Ausschnitt aus einer fünfteiligen, umfassenden Darstellung der sieben Verschwendungsarten.

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Die sieben Verschwendungsarten – Waffeln backen

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Verschwendung in der Produktion?

Am Beispiel eines Familienvaters der für seine von der Schule heimkehrenden Kinder das Mittagessen bereitet, werden die sieben Verschwendungsarten in der Produktion an einem alltäglichen Beispiel Praxisnah dargestellt. Dieser Film ist ein Ausschnitt aus einer fünfteiligen, umfassenden Darstellung der sieben Verschwendungsarten.