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Ich packe meinen (5S) Koffer

Die Entscheidung ist gefallen, man hat sich durchgerungen: Die 5S Methode soll im Unternehmen eingeführt werden! Gerade um den Elan und die anfängliche Motivation zu nutzen, sollte nun möglichst schnell und unkompliziert an die praktische Umsetzung von Ordnung und Sauberkeit sowie der 5S Systematik gegangen werden. Um beginnen zu können, benötigen Sie nur wenige grundlegende und einfache Dinge! Oft lohnt es sich gerade zu Beginn erst einmal mit einfachen Hilfsmitteln und Markierungen zu beginnen, diese werden erfahrungsgemäß ohnehin im weiteren Verlauf der 5S Einführung noch oft verändert und angepasst. Erst zu einem späteren Projektstand können dann durchaus auch dauerhafte und hochwertige Markierungslösungen eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil der “einfacheren” 5S Starter-Koffer Lösung ist, das anfänglich benötigte Material kann jederzeit schnell und unkompliziert besorgt oder ersetzt werden.

In meinen 5S Koffer kommt…

Um Ihnen den Einstieg in die 5S Methode zu erleichtern, haben wir aus unseren best-practice Erfahrungen zum schnellen Start in die Umsetzungsphase bereits ein 5S Starter-Kit zusammengestellt. Die hier vorgestellte Stückliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit (benötigte Einzelteile können je nach Einsatzzweck variieren), erspart Ihnen allerdings das mühsame Zusammensuchen aller im Internet vorhandener Informationen.

  • Kunststoff- oder Aluminiumkoffer in ausreichender Größe
  • Locher, zum Lochen sämtlicher hängender Hinweismarker, wie z.B. Karteikarten, etc.
  • Kugelschreiber, zum Erstellen von Notizen oder Bearbeiten von Checklisten vorort, etc.
  • Post-It Haftnotizen, zur Kennzeichnung oder Prozessabbildung in Workshops, Besprechungen, etc.
  • Schere, für das Zurechtschneiden der verschiedenen Materialien, Anpassen von Hinweismarkern an örtliche Gegebenheiten, etc.
  • Permanentmarker, in verschiedenen Farben, zum deutlichen Beschriften und Markieren von Hinweisen, etc.
  • Maßband, zum Bestimmen und Vermessen von Zonen, Bodenmarkierungen, Hinweisschildern, etc.
  • Teppichschniedemesser, Sicherheitsmesser (selbsteinziehend) für Zuschnitte von Bodenmarkierungen, etc.
  • Isolierband, in verschiedenen Farben, zum Kennzeichnen von Stellflächen (Paletten, Behälter) auf hellem Untergrund, Flächen als Winkel kennzeichnen, nur als vorläufige Kennzeichnung sinnvoll. Bei dauerhafter Kennzeichnung bodenabhängiges Material verwenden.
  • Doppelseitiges Klebeband, zum Verkleben von folierten oder laminierten Hinweisen an Wände, Maschinenteile oder Hallenboden, etc.
  • Krepp Klebeband, in verschiedenen Breiten, zum Kennzeichnen von Stellflächen (Paletten, Behälter) auf dunklem Untergrund, Flächen als Winkel kennzeichnen, nur als vorläufige Kennzeichnung sinnvoll. Bei dauerhafter Kennzeichnung bodenabhängiges Material verwenden.
  • Packschnur, zum Befestigen von Hinweismarkern, die nicht geklebt werden können. Schnur besser als Kabelbinder, diese sind in der Länge begrenzt.
  • Absperrband, Flatterband rot/weiss zur Kennzeichnung des Quarantänebereichs, etc.
  • Gefahrenband, Klebeband schwarz/gelb zur Kennzeichnung des Quarantänebereichs, etc.
  • Leckagekarten, weisse Karteikarten DIN A7 liniert, zur genauen Beschreibung und Aufnahme der Leckagehinweise, etc.
  • Klebe-Markierungspunkte, verschiedene Farben, ca. 18-19 mm, für Selektieraktionen oder Leckagehinweise, etc.
  • Checklisten, Formulare und Ablaufpläne, die den 5S Prozess unterstützen, wie z.B. Maßnahmenplan, Fortschrittsbeurteilung, Vorher-Nachher Dokumentation, etc.
  • (Leserhinweis): Digitalkammera, zur Dokumentation des 5S Prozesses, wo Photographieren mit eigenen Mobiltelefonen nicht gestattet ist, Kamera verbleibt in Abteilung!
  • (Leserhinweis): Einfaches Laminiergerät zum unkomplizierten Laminieren und sofortigen Anbringen von Hinweisschildern, laminierte Schilder haben längere Lebensdauer.

Haben Sie ebenfalls gute Ideen, was in einen 5S Koffer gehört? Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge, gerne ergänzen wir die Auflistung um Ihren interessanten Vorschlag…

Einen fertigen 5S Koffer kaufen…

Eine Stückliste, Beschreibungen, Formulare sowie Vorlagen zum Ausdrucken stehen Ihnen hier vollständig und kostenlos zur Verfügung und können sofort bei der Umsetzung von 5S in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden. Gerne können Sie auch einen unserer bereits konfektionierten 5S Starterkoffer ordern, diese werden je nach Verfügbarkeit umgehend versendet. Dies spart wertvolle Arbeitszeit für das Zusammensuchen und Erstellen der notwendigen 5S Hilfsmittel und Sie können sofort mit der Umsetzung von 5S in der Praxis starten. Zudem verwenden Sie bereits in der Praxis bewährte Tools und Formulare, diese werden von uns bereits in verschiedenen Unternehmen erfolgreich eingesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt. Für den 5S Starter-Koffer berechnen wir € 249.- zzgl. gesetzl. MwSt. (Reduzierter Preis i.H.v. € 199.- + MwSt. bei Teilnahme an einem unserer 5S Seminare).

Ich packe meinen (5S) Koffer 2

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KVP Webseite in neuer Aufmachung

Verehrte Besucher unserer Webseite,

es freut uns mitteilen zu können, daß die Startseite von kvp.de endlich in neuem Gewand erscheint und unserer Philosophie entsprechend angepasst wurde.

Die vielen Möglichkeiten “besser” zu werden finden sich nun leicht zugänglich in den für uns wichtigsten Kategorien wieder. Unternehmen können sich kontinuierlich verbessern, durch:

  • Seminare und Schulung ihrer Mitarbeiter zum KVP
  • Methoden und Werkzeuge zur Ursachen- und Problemlösung
  • strategisches Vorgehen und zuvor definierte Ziele
  • Einsatz von Werkzeugen und Prinzipien des Lean Managements
  • Ausbau und Sensibilisierung von Soft Skills ihrer Mitarbeiter
  • den Einsatz von bestehenden modernen und innovativen Lösungen
  • Ideen aus theoretischen Vorträgen und Lernmaterialien

Zu jedem dieser Themenfelder sind wir Ihr kompetenter Partner und helfen Ihnen bei der Bewältigung von Transformationsprozessen und der Implementierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in ihrem Unternehmen. Gerne unterstützen wir Sie durch Beratung, Potentialanalyse, Schulung oder auch ganz konkret durch Ursachenforschung und Problemlösung.

Haben Sie weitere Fragen oder Anregungen zur KVP Beratung?

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihr Vertrauen in unsere Dienstleistungen. Bitte kontaktieren Sie uns kostenlos und ganz unverbindlich über das Kontaktformular, wir besprechen mit Ihnen gerne alle Möglichkeiten zu diesem Thema und erstellen Ihnen bei Bedarf auch gerne ein ausführliches Angebot.

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Download Methodenskript: Attribute Listing

Unter dem Motto: “Eine alte Methode, neu entdeckt!” freut es uns, Ihnen das bereits aus den 1930er Jahren bekannte “Attribute Listing” vorstellen zu dürfen. Die Methode folgt dem Prinzip der systematischen Variation und ist auch als modifizierte Morphologie bekannt. Die Anleitungen und Formulare sollen Ihnen eine Hilfestellung bei Ihrer täglichen Arbeit liefern und können selbstverständlich von Ihnen benutzt, verändert oder auch weiterentwickelt werden.

Definition

Das Attribute Listing wurde schon in den 30er Jahren von Robert Crawford (1933) beschrieben und steht in enger Verwandtschaft mit dem „Morphologischen Kasten“. Im Unterschied dazu, ist der Anwendungsbereich des Attribute Listing (auch modifizierte Morphologie genannt) viel enger und detaillierter gefasst. Hier wird durch systematisches Vorgehen versucht, ein vollständiges Bild von möglichen Produkt- und Prozessverbesserungen aufzuzeigen, indem alle Schlüsselattribute aufgelistet und einige davon signifikant verändert bzw. verbessert werden.

Methodenbeschreibung

Bei der Anwendung der Methode geht man von einem bereits bestehenden Produkt oder Prozess aus; es findet keine Neuentwicklung statt. Ein Produkt wird beispielsweise in seine wesentlichen Merkmale unterteilt und deren Charakteristika genauestens beschrieben. Zu jedem dieser Merkmale, jeder Ausprägung wird im Anschluss eine alternative Gestaltung oder Umsetzung gesucht. Belastbare Variationen können dann sogar zu einer Neukonzeption führen oder eignen sich um ein Produkt durch eine innovative Neuerung weiterhin interessant und attraktiv zu erhalten.

Methodeneinsatz 

Das Attribute Listing wird vorwiegend eingesetzt um einen Produkt-Lebenszyklus zu verlängern, indem das Produkt mit innovativen oder kundenfreundlichen Neuerungen ausgestattet wird, ohne dass es einer grundsätzlichen Neukonzeption bedarf. Attribute Listing kann auch beitragen, die Produktpalette oder das Dienstleistungsangebot systemnah zu erweitern um so einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern zu erreichen. Die Einsatzmöglichkeit bei komplexen Prozessabläufen nimmt mit Zunahme der Komplexität allerdings deutlich ab. 

Ablauf 

– Festlegung des zu betrachtenden Produkts oder Prozesses (verbesserungsbedürftig, nicht zufriedenstellend, problembelastet, etc.).

– Auflistung sämtlicher Schlüsselattribute oder wesentlichen Merkmale  für das festgelegte Produkt / den festgelegten Prozess.

– Beschreibung des IST-Zustands aller Merkmale (Umsetzung, Ausführung, Material, Geometrie, etc.).

– Variation und/oder systematische Suche nach anderen Möglichkeiten der Merkmalsausprägung (Welche Alternativen gibt es?).

– Diskussion und Auswahl interessanter und belastbarer Varianten.

 

Beispiel

Wie können wir einen Kugelschreiber verbessern?

Attribut / Merkmal IST Zustand mögliche Alternativen / Varianten
 

Bauteile

 

 

Oberteil, Unterteil, Mine, Feder, Druckknopf und  Halteclip einzeln

 

Einteiliger Körper, nur von oben zu bestücken

 

Feder,  Mine und Druckknopf fest verbunden

 

Schreibmedium

 

 

Kugelschreibertinte

 

Füllertinte

 

Gel

 

Lack

 

Lebensmittelfarbe

 

Geometrie

 

 

Querschnitt rund, ca. 10 mm

 

Rund, 20 mm

 

Oval, 10 mm

 

Dreieckig

 

Quadratisch

 

Mechanismus

 

 

Mine wird durch Drücken des Druckknopfes herausgefahren

 

Schraub-mechanismus

 

Mine wird durch Erwärmen heraus-gefahren

 

Schütteln

 

Seitlicher Schiebe-mechanismus

 

Material

 

 

Oberteil und Unterteil aus Kunststoff

 

Aluminium

 

Kombination Alu / Kunststoff

 

Holz

 

Bambus

 

Verbindung

 

 

Schraubverschluss

 

Bajonettverschluss

 

Klickverschluss

 

Linksgewinde

 

Magnetverschluss

 

Besonderheiten

 

 

Halteclip aus Kunststoff

 

Clip aus Metall

 

Abdeckung

 

Beleuchtung

 

USB Port

 Vorteile

  • Verbindet intuitives und strukturiertes Arbeiten.
  • Darstellung sämtlicher Variationen ist sehr übersichtlich.
  • Liefert eine große Anzahl an Lösungsmöglichkeiten, Variationen und Kombinationen.
  • Probleme (in Produkten oder Prozessen) werden in Teilprobleme zerlegt und sind einfacher zu betrachten.
  • Sowohl als individueller Denkansatz als auch als Gruppenarbeit anwendbar.
  • Zur Weiterentwicklung gedacht, baut auf bereits bekannten Lösungsansätzen auf.
  • Nach Festlegung der Merkmale können auch Nicht-Fachleute Beiträge zur Ideenfindung leisten.

Nachteile

  • Gefahr von unüberschaubar vielen Kombinationsmöglichkeiten selbst bei relativ wenigen betrachteten Merkmalen / Attributen.
  • Zeitlicher Aufwand um mögliche Varianten zu identifizieren.
  • Systematische Vorgehensweise behindert kreative und intuitive Denkansätze.
  • Festlegung der zu betrachtenden Merkmale / Attribute ist kritischer Schritt, dieser erfordert hohen Kenntnisstand.

Anmerkung

Beispielsweise kann Attribute Listing auch erfolgreich im Marketing eingesetzt werden. Die Positionierung eines Produktes im Markt kann durch folgende verschiedene Faktoren beeinflusst werden:

Bestimmte Verwendungs- oder Gebrauchsart: Hochzeits-Torte, Wellness-Hotel, Ski-Ort,…

Produktvorzüge: besonders robust, dadurch geländetauglich; lösemittelfrei, dadurch Kindertauglich;…

Produktmerkmale: bio, organic, laktosefrei,…

Zielgruppe: Rennrad für Sportler, Kamera für Fotografen, Bohrmaschine für Handwerker,…

Mitbewerber: kompatibel zu Kunststoff-Stecksystem-Spielzeug (LEGO),…

 

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Buchtipp: Moderation und Begleitung kontinuierlicher Verbesserung

Was muss ein KVP-Moderator eigentlich können? Er muss KVP-Methoden für das Lösen von Problemen beherrschen. Er muss Workshops vorbereiten, durchführen und nachbereiten können. Oft ist er auch politisch gefordert, sei es bei der Einführung von KVP in einem neuen Unternehmensbereich oder aber wenn es um die Nachweisbarkeit der mit KVP erzielten Erfolge geht. Ganz besonders steht und fällt sein Erfolg jedoch mit der Fähigkeit, sich auf alle Workshopteilnehmer individuell einstellen und so jeden Einzelnen passend in das Finden und Umsetzen von Verbesserungsmaßnahmen mit einbeziehen zu können. Für alle diese Anforderungen werden in diesem Buch Hilfestellungen geboten.

Mit den Ausführungen wird deutlich, dass Unternehmen nicht nur eine Ansammlung von Güter- und Informationsströmen sind, sondern ebenso soziale Systeme, in denen Änderungen unter professioneller Begleitung und mit Fingerspitzengefühl herbeigeführt werden wollen. Das Buch richtet sich an alle diejenigen, die KVP-Workshops in Büro- und Produktionsbereichen moderieren wollen, aber auch an diejenigen, die vor der Aufgabe stehen, KVP in ihrem Unternehmen oder in einer Tochtergesellschaft einzuführen.

Buchtipp: Moderation und Begleitung kontinuierlicher Verbesserung 4Buchtipp: Moderation und Begleitung kontinuierlicher Verbesserung 5

*Werbelink zu Amazon.

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Kongressvortrag: TWI als Mittel um dem Fachkräftemangel zu begegnen

Ein Beitrag auf dem KVP Kongress 2018 im Audi Forum in Neckarsulm

Einführung und Implementierung von TWI in einem multinationalen Konzern als KVP Maßnahme um demografisch fehlenden Mitarbeitern und mangelnder Fachkompetenz zu begegnen.

Kongressvortrag: TWI als Mittel um dem Fachkräftemangel zu begegnen 7
Fulian Ye, General Manager

spricht über Training Within Industry (TWI) – Die fundamentalen Fähigkeiten des Lean Managements

“I don’t think you can do a good job of implementing standardized work or several other elements of TPS without the JI skill set in place.”

– Isao Kato, emlg. Toyota Manager

(Ich glaube nicht, dass man die Implementierung von standardisierten Arbeitsabläufen oder anderer Elemente von TPS ordentlich hinbekommt, ohne die Fähigkeiten des JobInstruction etabliert zu haben.)

In den vergangenen 20 Jahren habe ich einige Unternehmen betrachtet, die mit der Implementierung von standardisierten Arbeitsabläufen, Kaizen oder anderen Methoden kämpften. Sehr oft waren die Erfolge nur kurzfristig. Auf Dauer konnten die Ergebnisse selten gesichert werden. Eine direkte Ursache ist, dass es keinen Plan und auch keine ausreichende Zeit gibt, die Mitarbeiter in den neuen Methoden zu schulen. Die TWI – JobInstruction Methode bietet die Möglichkeit, bei konsequenter Anwendung, die Stabilität in den Prozessen zu verbessern und auf Dauer zu gewährleisten.

Kongressvortrag: TWI als Mittel um dem Fachkräftemangel zu begegnen 8

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Referenten unter http://www.shingoprize.org/seab , Herr Ye ist Mitglied des Shingo Executive Advisory Board.

Kongressvortrag: TWI als Mittel um dem Fachkräftemangel zu begegnen 9

 

 

 


Ausführliche Informationen zum KVP Kongress 2018:

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FMEA Kongress Spezial: Six-Sigma White Belt Schulung

1.Six Sigma White Belt Schulung auf dem FMEA Kongress

Lernen Sie die statistischen und analytischen Werkzeuge von Six Sigma kennen und erhalten Sie einen kurzen Einblick im Umgang mit Six Sigma und Durchführung von Six Sigma Projekten.

Im Anschluss an den Six Sigma Workshop freuen wir uns, Ihnen den Titel „Six Sigma White Belt“ verleihen zu dürfen!

In diesem Vortrag vermitteln wir ihnen einen kurzen Überblick über die Managementmethode Six Sigma und versuchen praxisnah aufzuzeigen, welche Aufgaben Six Sigma hat und was das „richtige“ Six Sigma Projekt ausmacht. Dieser Six Sigma Kurzvortrag richtet sich alle, die einen kurzen Überblick über die Methode benötigen und deren Arbeitsweise in Grundzügen verstehen wollen.

Mehr Infos finden Sie in unserem FMEA Kongress Programm unter: https://www.kvp.de/fmea-kongress/programm/

Den Programmablauf und Anmeldetails des KVP Kongresses finden Sie auf der Website der KVP Institut GmbH www.kvp.de.

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KVP Kongress Spezial: Six-Sigma Champion & Six-Sigma White Belt

1.Six Sigma White Belt Schulung auf dem KVP Kongress

Lernen Sie die statistischen und analytischen Werkzeuge von Six Sigma kennen und erhalten Sie einen kurzen Einblick im Umgang mit Six Sigma und Durchführung von Six Sigma Projekten.

Im Anschluss an den Six Sigma Workshop freuen wir uns, Ihnen den Titel „Six Sigma White Belt“ verleihen zu dürfen!

2.Six Sigma Championstraining / Six Sigma für Führungskräfte

Der Six Sigma Champion oder auch Six Sigma Sponsor genannt ist üblicherweise ein Mitglied des mittleren oder oberen Managements im Unternehmen. Seine Aufgaben sind einerseits Six Sigma Projekte zu beauftragen, deren Umsetzung zielführend zu unterstützen und den Projektablauf zu steuern. Damit wirkt der Six Sigma Champion als Motor und Führsprecher für Six Sigma im Unternehmen. Die Rolle des Six Sigma Champions ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg der Projekte als auch von Six Sigma Transformationen.

Für diese Rolle ist ein fundierter Überblick über die Six Sigma Methode und deren Vorgehen unerlässlich. In diesem Vortrag vermitteln wir ihnen einen kurzen Überblick über die Managementmethode Six Sigma und versuchen praxisnah aufzuzeigen, welche Aufgaben der Six Sigma Champion wahrnehmen muss um das „richtige“ Six Sigma Projekt auszuwählen und erfolgreich umzusetzen. Dieser Six Sigma Kurzvortrag richtet sich auch insbesondere an Führungskräfte und Vorgesetzte, die einen kurzen Überblick über die Methode benötigen und deren Arbeitsweise in Grundzügen verstehen wollen.

Vortragsinhalt sind Auszüge aus unserem Six Sigma Championstraining:

Der Six Sigma Champion (auch Six Sigma Sponsor genannt) hat die Verantwortung dafür, das Wissen über Six Sigma im Unternehmen zu verbreiten. Er erstellt Pläne, wie Six Sigma erfolgreich im Unternehmen umgesetzt wird und nimmt eine Führungsrolle bei Six Sigma Verbesserungsprojekten wahr. Der Sponsor wählt die zu bearbeitenden Six Sigma Projekte für das Unternehmen aus und überwacht diese ständig. Six Sigma Champions sind in der Regel im mittleren Management oder in der Geschäftsführung angesiedelt.

Mehr Infos finden Sie in unserem KVP Kongress Programm unter: https://www.kvp.de/kvp-kongress/programm/

Den Programmablauf und Anmeldetails des KVP Kongresses finden Sie auf der Website der KVP Institut GmbH www.kvp.de.

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Success Story: KVP-Prozess und Lean Management einführen mit 5-S

Hintergrund

Der Kunde stellt hochwertige Metalle, Pulver und Metalllegierungen her. Als Folge des intensiven Wettbewerbs sind trotz steigender Nachfrage die Preise unter Druck. Der Kunde möchte durch die Einführung von Lean-Management die Kosten senken, die Produktivität erhöhen und nachhaltig einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) im Unternehmen etablieren.

Kunde

Prozessindustrie

Branche

Metallverarbeitung

Aufgabenstellung

Vorgehensweise

  • Auswählen des Pilot-Bereichs
  • Zusammenstellen eines bereichsübergreifenden Teams
  • Einführungstraining Lean-Management und KVP-Core-Tools
  • 5S – Workshops im Pilotbereich
  • Themen-Workshops mit den KVP-Teams
  • Massnahmenumsetzung
  • Ergebnispräsentation
  • Lessons Learned

Ergebnis

  • Produktivitätsgewinn von 18% im Pilotbereich
  • Visuelles Management mit Kennzahlen-Tafeln
  • Organisatorische Verankerung der Lean- / KVP-Kultur im Unternehmen
  • Themenliste für folgende KVP-Workshops erarbeitet
  • Lean Roll-Out für weitere Unternehmensbereiche geplant

Fazit

Mitarbeiter und Unternehmensbereiche verhalten sich entsprechend der Verhaltensregeln, Unternehmensziele und der gewählen Kenngrößen. Weil sich die Marktsituation von einem Kunden- zu einem Anbietermarkt geändert hatte, wurde es in den Workshops sehr schnell klar, dass neben organisatorischen Massnahmen auch die Kennzahlen und Zielgrößen zur Steuerung der Prozesse angepasst werden mussten um gewünschten Produktivitätssteigerungen zu erreichen.

Projektleiter

Dr. Oliver Wagner

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Success Story: Mit Wertanalyse die Produktentwicklung beschleunigen und Kosten senken – ein Praxisbeispiel

Hintergrund

Ein Kunde aus der Medizintechnik steht unter erheblichem Innovations- und Kostendruck. Im Vergleich zu Wettbewerbern dauert die Produktentwicklung zu lange, den entwickelten Produkten fehlt die Akzeptanz beim Kunden und die angestrebten Kostenziele werden nur selten erreicht.

Aus Budgetgründen wurde dieses Projekt als Hilfe zur Selbsthilfe durchgeführt. Die Wertanalyse-Schulung erfolgte als Training-on-the-job mit ausgewählten, auf das Projektthema ausgerichteten Inhalten und umfangreichen Hausaufgaben für das Team. Zur Ergebniskontrolle und methodischen Unterstützung fanden ergänzend Coaching- und Review-Workshops statt.

Kunde:

mittelständiges Unternehmen der Medizintechnik mit Metall- und Kunststoffverarbeitung

Branche:

Medizintechnik

Aufgabenstellung:

im Pilotprojekt ein Produkt mit Wertanalyse-Werkzeugen entwickeln

Vorgehensweise

  • Auswahl Produktthema und Teammitglieder
  • Mit dem Management gemeinsam wurde ein Projektthema ausgewählt, das bereits Termin- und Kostenziele verfehlt hatte. Weil eine sehr attraktive Marktchance bestand, erschien eine Überarbeitung bzw. Neuentwicklung im Zuge des Wertanalyse-Projekts sinnvoll.
  • Das bisherige an der Entwicklung beteiligte Team wurde erweitert um Kollegen aus der Fertigung sowie aus dem Einkauf um alle relevanten Bereiche einzubinden. Durch diese Vorgehensweise war gewährleistet, dass umfassendes Wissen über Markt, Produkte und Prozesse im Team vertreten war.

Einführungsschulung Wertanalyse

Zur Projektvorbereitung erhielten die Teammitglieder einen umfassenden Fragenkatalog zu allen relevanten Aspekten des zu entwickelnden Produkts. Dadurch war sichergestellt, dass auch Detailinformationen, z.B. zu dem Marktsegment, der Preissensitivät der Kunden oder auch zu technischen Ausführungsdetails des Wettbewerbsprodukts oder zu Fertigungsanforderungen sofort verfügbar waren.

Das Wertanalyse-Training umfasste u.a. folgende Themen:

  • Märkte, Marktsegmente und Zielgruppen
  • Kunden und Kundenwünsche innerhalb der Wertschöpfungskette
  • Lasten- und Pflichtenheft
  • Stärken und Schwächen der Wettbewerber aus Kundensicht und aus technischer Sicht
  • Prozessanalyse, Wertstromanalyse und Lean Management
  • Absolute Kosten vs. Funktionskosten
  • Kostentreiber in Produkt und Prozess
  • Verbesserungs- und Kostensenkungspotentiale
  • Ideen- / Konzeptentwicklung zu ausgewählten Themen
  • Konzeptbewertung
  • Massnahmenplanung
  • Lessons Learned

Der Ablauf des 4-tägigen Trainings war flexibel gestaltet. Je nach didaktischen oder projektrelevanten Erfordernissen wählte der Moderator von tercero consult das geeignete methodische Werkzeug aus und erläuterte dies kurz in der Theorie und an einem Beispiel. Danach ging es sofort an die konkrete Anwendung auf das Projektthema. Alle entstehenden Beobachtungen oder Ideen wurden sofort in einem „Ideenpool“ dokumentiert. Erläuternde Zeichnungen auf Flipchart wurden später photographiert und zur jeweiligen Idee hinzugefügt. Natürlich mussten aus Zeitgründen einige Diskussionen abgebrochen werden. Um die Fortführung sicherzustellen, fanden sich diese Themen mit expliziter Erläuterung in der Massnahmenliste wieder- Diese Liste diente als Basis für die Hausaufgaben des Teams.

Je nach Arbeitsfortschritt der Hausaufgaben erfolgte ca. alle 3 Wochen ein eintägiger Workshop mit dem Team. Hier wurden (Zwischen-) Ergebnissse, aufgetretene Probleme und nächste Schritten diskutiert. Ebenfalls wurden methodische Elemente vertiefend trainiert oder einzelne Teammitglieder gecoacht.

Ergebnis

Die vorgegebenen Kostenziele konnten erreicht werden u.a. dadurch dass von der Entwicklungsseite her die Anforderungen der Fertigung und Beschränkungen durch den vorhandenen Maschinenpark verstärkt berücksichtigt wurden.
Intensiv vorbereitete Gespräche des Teams bzw. einzelner Teammitglieder mit den Anwendern und ergänzende Beobachtungen der Produktanwendung lieferten wertvolle Anregungen für das Produktdesign. Einige davon finden sich als Alleinstellungsmerkmale im Produkt wieder. Zitat eines (potentiellen) Kunden und Anwender: „Wenn das damit möglich ist, dann werde ich natürlich das Produkt kaufen! Neben den sachlichen Erfolgen zählt insbesondere die Zufriedenheit des Teams. Im ersten Anlauf enttäuscht, weil erfolglos und zu teuer, entstand jetzt im zweiten Anlauf mit dem gleichen (erweiterten) Team und methodischer Unterstützung durch tercero consult ein verbessertes Produkt mit erfüllten Zielkosten. Der Vorher-Nachher-Vergleich zeigt die Vorteile der Wertanalyse sehr klar. Die Akzeptanz für die Wertanalyse-Methode ist da, die Methodenelemente der Wertanalyse werden von den Teammitgliedern bereits in anderen Projekten verwendet.

Fazit

„Die Unterstützung durch den Moderator vom KVP Institut war sehr hilfreich. Auch wenn das Training und die Zusammenarbeit kurz war, habe ich sehr viel dazu gelernt. Vieles davon verwende ich bereits in anderen Projekten.“

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Success Story: KVP-Workshop in der Metallverarbeitung – ein Beispiel – „Wie teuer ist Warmhalten?“

Hintergrund

Der Kunde aus der Metallindustrie steht durch den globalen Wettbewerb unter erheblichem Kostendruck. Da die Herstellung von Metalllegierungen über 80h dauern kann, werden in der schichtfreien Zeit wie z.B. am Wochenende die heißen, flüssigen Metallbäder geheizt um sie warm und damit flüssig zuhalten. Dies verursacht Qualitätsverluste und hohe Energiekosten.

Durch eine aktive Beteiligung der Mitarbeiter in den KVP-Workshops im Sinne eines „Training on the Job“ möchte der Kunde ausgewählte Elemente des Lean-Managements im Unternehmen verankern um zu einer kontinuierlichen Prozessverbesserung zu gelangen.

Kunde:

Metallverarbeitung

Branche:

Metallindustrie

Aufgabenstellung:

Kosten senken, KVP-Prozess implementieren

Vorgehensweise

  • Auswahl Pilotbereich und Teammitglieder
  • Gemeinsam mit dem Management wurde ein Pilotbereich für die KVP-Workshops und gleichzeitig die Mitarbeiter für das KVP-Pilotteam ausgewählt.
  • Um eine KVP-Initiative durch ein Pilotprojekt nachhaltig auf den Weg zu bringen, ist es – neben der Unterstützung durch das Managements – wichtig, dass das Pilotprojekt sichtbaren Erfolg hat. Frei nach dem Motto: „Erfolg macht schön … und erzeugt Nachahmer.“
  • Mitarbeiter, die im Pilotprojekt, Potentiale identifizieren und ihre selbst entwickelten Massnahmen dann erfolgreich umsetzen, werden mit Zufriedenheit und Begeisterung anderen Kollegen davon erzählen, bereitwillig weitere Projekte starten und in diesen dann andere Kollegen mitreißen.

Wichtig für die Auswahl des Pilotbereichs war deshalb,

  • dass Verbesserungspotentiale vorhanden waren, die das Team in der geplanten Projektzeit bearbeiten konnte,
  • dass die Massnahmen vom Team ohne Abhängigkeiten von Dritten im Projekt umgesetzt werden konnten,
  • dass die Wirkung der Massnahmen messbar sein sollte,
  • dass sich durch die Massnahmen die Kostensituation des Unternehmens deutlich verbessern sollte.
  • Ein Kriterium bei der Auswahl der Teammitglieder war selbstverständlich das Wissen und fachliche Kenntnis des Pilotbereichs sowie der vor- und nachgelagerten Prozesse. Sehr viel wichtiger bei der Teamauswahl war jedoch, ob die Mentalität passte und der Wille zur Veränderung vorhanden war. Ein sehr wichtiges, leider jedoch häufig übersehenes Element gerade für ein Pilotprojekt.

Einführungsschulung Lean Management und KVP-Core-Tools

Nach dem Kick-off und einer Einführungsschulung „KVP-Core-Tools“ startete das Projekt mit einer Prozessübersicht und einer Sammlung bereits bekannter Probleme. Im zweiten Schritt führte das Team eine Prozessaufnahme im Pilotbereich durch, um vorhandene Informationen zu überprüfen und weitere Beobachtungen zu ergänzen. Sehr schnell wurden weitere Verbesserungspotentiale von den Mitarbeitern identifiziert und gesammelt.

Die messbare, nachvollziehbare, zahlenmäßige Bewertung der Potentiale

  • nach Kosten pro Jahr (in Euro),
  • nach zusätzlichem Aufwand an Arbeitsstunden (Mannstunden) und
  • nach Auswirkungen auf die Kundenbeziehung bzw. erwartete Kundenreaktionen (Veränderung des Umsatzes in Stück bzw. Euro)
  • veränderte deutlich die Prioritätensetzung bei manchem Teammitglied gegenüber der ersten Einschätzung nur nach dem „Bauchgefühl“. Ein Thema, das vom KVP-Team zu Bearbeitung
  • ausgewählt wurde, war „Qualität und Energiekosten im Warmhaltebetrieb“

KVP-WorkshopQualität und Energiekosten im Warmhaltebetrieb“

Dieser KVP-Workshop ist ein wunderschönes Beispiel, wie zielsicher und effizient Teamarbeit erfolgen kann, wenn die entsprechenden Freiräume, die Rückendeckung und die richtigen methodischen Werkzeuge – hier die KVP-Core-Tools – zur Verfügung stehen. Das Problem war qualitativ schnell beschrieben: Die recht hohen Warmhaltetemperaturen lassen die Legierungen ungewünscht oxidieren und verschlechtern dadurch die Qualität. Ein Teil der Metalle verdampft und erzwingt deshalb den durchgehenden, kostenintensiven Betrieb der elektrischen Absaugung. Und zuletzt werden erhebliche Wärmemengen benötigt um die Metalllegierungen flüssig zu halten. Um das Verbesserungspotential auch quantitativ in „Euro“ und „einzusparenden Mannstunden“ zu beziffern, waren Messungen erforderlich. Diese wurden vom Team konzipiert, organisiert, durchgeführt und ausgewertet. War der Messwert in Kilowattstunden oder Kubikmeter Gas zunächst für viele wenig greifbar, erzeugte die Aussage „Wir verbrauchen im Jahr allein zum Warmhalten soviel Energie wie 85 Einfamilienhäuser zusammen“ sehr viel mehr Wirkung.

Das Team entwickelte eine Vielzahl von organisatorischen und technischen Verbesserungsmassnahmen. Abkühl- und Aufheizkurven wurden gemessen, die Temperaturführung optimiert, die Fertigungsplanung unter energetischen und qualitativen Aspekten verändert um nur einige Beispiele zu nennen.

Die konzipierten Massnahmen wurden vom Team gemeinsam mit den jeweiligen Kollegen vor Ort zunächst probeweise eingeführt, falls erforderlich optimiert und dann als Standardprozess dauerhaft implementiert.

Neben den klassischen KVP-Werkzeugen und der Wertstromanalyse wurden methodisch auch Elemente der Wertanalyse und der Messsystemanalyse (MSA) verwendet.

Ergebnis

Die strahlenden Gesichter des Teams bei der Ergebnispräsentation sprachen für sich: Der Anteil an Legierungen im Warmhaltebetrieb am Wochenende wurde um 17% reduziert. Der Energieverbrauch und damit die Kosten für Energie konnten im 5-stelligen Eurobereich verringert werden. Und auch die Qualitätsrate verbesserte sich deutlich messbar. Wichtig für die Funktion als Pilotprojekt war die Liste an weiteren Massnahmen und Aktivitäten, die das Team als „noch offen“ oder „in Bearbeitung“ bezeichnete – und die Tatsache, dass es beim Management die Zustimmung einforderte, um eigenständig als KVP-Team die Bearbeitung fortzusetzen.

Fazit

Rückendeckung und eine realistische Zielsetzung seitens des Management in Kombination mit zeitlichem Freiraum und geeigneten KVP-Tools sind die besten Voraussetzungen, damit die Mitarbeiter Spaß daran haben, den eigenen Arbeitsbereich selbst zu optimieren und Verantwortung für das Ergebnis zu übernehmen. Die positiven Ergebnisse für das Unternehmen stellen sich dann fast zwangsweise ein.