Rom wurde auch nicht an einem Tage erbaut!


Die bekannte und oft zitierte Redewendung: “Rom wurde auch nicht an einem Tage erbaut!”, wird immer gerne genutzt, um auszudrücken, dass bedeutende Dinge Zeit brauchen und nicht auf die Schnelle entstehen können. Auch heute verweisen wir immer noch gerne auf Rom, wenn wir sagen wollen, dass wir ausreichend Zeit für unsere Aufgaben brauchen, da dessen Entstehungsprozess seinerzeit auch sehr lange dauerte. Rom ist heiß, modisch, vital und künstlerisch begabt. So vielfältig, so wundersam kann kein Mensch, sondern nur Italiens Hauptstadt sein. Sehen wir uns das moderne Rom genauer an, dann erkennen wir selbst heute noch ständige Veränderung und stete Verbesserung.

Was bedeutet das im Bezug auf die FMEA?

Richtig angewendet, sammelt, strukturiert, hinterfragt und bewertet eine qualitativ hochwertige und detailliert ausgeführte FMEA das nahezu vollständige Unternehmenswissen, bezogen auf die Systeme, Produkte und Prozesse. Schon in dieser Ausführung klingt dies nach einer kaum lösbaren Sysiphusaufgabe, die der Duden als eine “ertraglose und dabei schwere Tätigkeit ohne absehbares Ende” sieht. Es wäre doch vermessen anzunehmen, dass es möglich sei, eine hinreichend ausführliche FMEA, oder noch besser ausgedrückt, eine vollständige FMEA in wenigen Tagen zu erstellen.

“Für viele beteiligte an der Erstellung einer FMEA ist nicht klar, dass auch die modernste Software es nicht schaffen kann, das Wissen über Systeme, Produkte und Prozesse in wenigen Tagen zu sammeln.”

Was können wir aus der Redewendung “Rom wurde auch nicht an einem Tage gebaut!” lernen?

Eine moderne und lebende FMEA braucht:

  • vereinbarte Ziele
  • zugewiesene Verantwortlichkeiten
  • eine offene Fehlerkultur
  • ein gutes Team, bestehend aus guten und modernen Koordinatoren, Moderatoren, Architekten und Wissensträgern der Systeme, Produkte, Prozesse und deren Maschinen sowie deren Werkzeugen
  • anerkannte Regeln für die Zusammenarbeit
  • eine gute und moderne FMEA Software
  • Basis- und Familien-FMEA sowie ein gutes Variantenmanagement
  • ausreichend Zeit im Aufbau
  • eine regelmäßige Verbesserung der Inhalte und Überarbeitung nach Problemen und Verbesserungen (KVP)
  • einen agilen Ansatz, Agilität
  • einen implementierten “Lessons learned” Prozess