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Training Within Industry (TWI)

Die vergessenen Wurzeln des Lean Managements

Referent

Aufgrund der Anforderungen der DIN ISO 9001 haben viele Unternehmen einen Konti­nuier­lichen Verbes­serungs­prozess implementiert.

Allerdings zeigt sich auch in diesen Unter­nehmen vielfach, dass konti­nuier­liche Verbesse­rungen weit von der täglichen Praxis entfernt sind und auch oft keinen Bestand haben.

Die TWI-Methoden greifen auf bewährte Konzepte zurück, um vor allem die unteren Führungs­kräfte zu befähigen, ihre Mitarbeiter richtig anzuleiten, sie in die Verbesse­rungen der täglichen Arbeit einzu­beziehen und durch menschen-orientierte Führung eine positive Arbeits­kultur zu schaffen.

Am TWI-Programm begeistert die Einfach­heit des Prinzips, die universelle Einsetz­barkeit und die Chance, die kommenden Heraus­forde­rungen der Arbeitswelt aufgrund der gesell­schaft­lichen Veränderungen durch Verschiebung der Alters­struktur und Zuwan­derung zu bewältigen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.

Die fünf Bedürfnisse jeder Führungskraft

  • Wissen über die Arbeit ⇒ Ausbildung

  • Wissen über die Verantwortung ⇒ Unternehmen

  • Fähigkeit zur Unterweisung ⇒ Job Instructions (JIT)

  • Fähigkeit zur Verbesserung ⇒ Job Methods (JMT)

  • Fähigkeit zur Führung ⇒ Job Relations (JRT)

Prinzipien

  • Wenn der Mitarbeiter nicht gelernt hat, hat der Ausbilder nicht gelehrt.

  • Führungskräfte schaffen Resultate nur durch Menschen.

  • Menschen müssen als Individuen behandelt werden.

  • Trainingsprinzipien
    – Standards durch gute Unterweisung
    – Kontinuierliche Übung nicht zu früh beenden

Geschichte des TWI

  • 1940: Steigerung der Industrie­produktion in den USA für den Kriegs­bedarf bei gleich­zeitiger Abwesenheit der Fach­kräfte. Ausbildung der Führungskräfte in einem Train-the-Trainer-Programm, um ungelernte Arbeits­kräfte schnell in die Unternehmen und Arbeits­abläufe zu integrieren.

  • 1945: Nach Kriegsende wird das TWI-Programm in den USA eingestellt. Es wird in geringem Umfang in andere Länder exportiert.

  • 1950: Japan und Toyota im Besonderen nutzen TWI zur Ausbildung ihrer Mitar­beiter. TWI wird die Basis des Toyota Production System und des Lean Management. Führungs­kräfte entwickeln dadurch die notwen­digen Fähig­keiten, um eine positive Atmosphäre für Verän­derung, Verbesserung von Methoden und Standardi­sierung von Tätig­keiten zu schaffen.

  • 2001: Wiederent­deckung des TWI in den USA und langsame Verbrei­tung auch in anderen Ländern. Rückbe­sinnung auf die Wurzeln des Lean Management.