FMEA – Fehlermöglichkeits- und -Einflussanalyse

7-schritte-fmea-uebersicht

  • Englisch: FMEA – Failure Mode and Effects Analysis.
  • Deutsch: FMEA – Fehler-Möglichkeits- und Einfluss-Analyse

FMEA Definition

Einführung in die FMEA

Die FMEA ist eine entwicklungs- und planungsbegleitende System- und Risikoanalyse, um potenzielle Risiken in Produkten und Prozessen zu finden. Im Rahmen des Risikomanagements (Risikomanagement) und Qualitätsmanagement ist die FMEA ein Werkzeug zur Fehlervermeidung und Erhöhung der technischen Zuverlässigkeit und Eingrenzung des Risiko (Risk). Die FMEA wird eingesetzt um frühzeitig im Produktentstehungsprozess (10er Regel) Fehler & Fehlerursachen im System und in der Konstruktion der Produkte sowie der Gestaltung der Fertigungs- und Montageprozesse zu identifizieren und zu beseitigen.

Die FMEA ist Teil des Qualitäts Management System. Die Methode wird insbesondere in der Design- bzw. Entwicklungsphase neuer Produkte oder Prozesse angewandt und von Lieferanten von Serienteilen für die Automobilhersteller und in anderen Industrien gefordert.

FMEA Team

Eine FMEA wird strukturiert vorbereitet. Sie kennen den Satz von Ihrem Lieblingsfernsehkoch: „Wir haben da schon etwas vorbereitet.“ Denn seien wir mal ehrlich, niemand möchte dem Koch beim Vorbereiten der Zutaten zuschauen.

Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) is een methodologie die veel wordt gebruikt in diverse sectoren om potentiële fouten in processen en systemen te identificeren voordat ze zich voordoen. Deze proactieve risicobeoordelingstool evalueert de potentiële impact van verschillende fouten, waardoor bedrijven corrigerende maatregelen kunnen prioriteren en rampen kunnen voorkomen. Met de digitale evolutie heeft deze aanpak een belangrijke plaats ingenomen in de online gamingindustrie. Met name in online casino’s zoals Magius Casino. Magius Casino, een online platform dat grondig is beoordeeld op https://onlinecasinosbe.com/nl/review/magius-casino/, maakt effectief gebruik van FMEA om een naadloze gebruikerservaring te garanderen. Door mogelijke risico’s of fouten tijdens het spelen of digitale transacties te identificeren, slagen ze erin hun gebruikers een veilige en verbeterde spelervaring te bieden. FMEA helpt Magius Casino de mogelijke gevaren van hun platform te begrijpen en strategieën te ontwikkelen om ervoor te zorgen dat deze technische problemen de eindgebruiker niet beïnvloeden. Houd er rekening mee dat klanttevredenheid essentieel is om te overleven in de competitieve online gamingindustrie. Net als andere online platforms legt Magius Casino dus veel nadruk op continue risicobeoordeling om toonaangevend te blijven in de branche. Kortom, de toepassing van FMEA beperkt zich niet tot productie of engineering, maar is inmiddels uitgebreid naar vele andere sectoren, waaronder online casino’s. Door potentiële storingen en de mogelijke gevolgen daarvan te identificeren, kunnen bedrijven zoals een online casino hun service aanzienlijk verbeteren en hun gebruikers een ononderbroken entertainmentervaring bieden. De link naar de recensie van Magius Casino geeft een diepgaande recensie van een dergelijk online casino, Magius Casino, dat deze aanpak beheerst.

Teilnehmer im FMEA Projekt

  • FMEA Moderator
  • FMEA Experte
  • FMEA Koordinator

Eine FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) wird von einem bereichsübergreifend zusammengesetzten Team erstellt. Die Teamauswahl erfolgt in der Regel durch den Projektleiter gemeinsam mit dem FMEA-Moderator. Präventiv in den frühen Entwicklungsphasen potentielle Fehler- und Versagensursachen in Produkten oder Prozessen aufzuspüren, gelingt wenn ausreichendes Wissen im FMEA-Team vorhanden ist. Das Ergebnis hängt in starkem Maß von dem Wissen der Personen im Team ab. In der Praxis gelingt dies allerdings selten vollständig. Deshalb ist es sinnvoll, das Team zumindest zeitweise durch entsprechende Experten zu ergänzen. Neben dem Fachwissen fehlt es häufig an Methodenwissen und einer abgestimmten Vorgehensweise. Dann steht einem erfolgreichen Projektstart nichts mehr im Weg. Zusätzliche Spielregeln erleichtern die Zusammenarbeit in FMEA Projekten.

FMEA Moderator

Der Erfolg der FMEA wird maßgeblich durch die Art und Weise der FMEA Moderation beeinflusst. Der FMEA Moderator ist ein Generalist, mit Fachwissen, Methodenwissen und Moderationsfähigkeiten. Ein erfahrener FMEA-Moderator moderiert Ihr FMEA-Projekt und unterstützt bei Vorbereitung, Durchführung, Nachbereitung und Präsentation.

Kriterien für FMEA-Moderator

Um die Ziele der FMEA zu erreichen sind folgende Kriterien bei der Auswahl und Qualifizierung des FMEA Moderators elementar.

  • Zielstrebigkeit
  • Sozialkompetenz
  • Teamfähigkeit
  • Kompetenz in Moderation
  • Überzeugungsfähigkeit
  • Organisations- und Präsentationstalent
  • Methodenkompetenz
    • FMEA
    • DRBFM
    • 8D
    • KVP
      • Lean Management
        • Spaghetti Diagramm
        • Kanban
      • Mindmapping
      • Brainstorming
    • Risikomatrix
    • APQP
  • FMEA Ausbildungen & Schulungen / Seminar leiten

Ziele der FMEA

Die Ziele der FMEA leiten sich aus den Unternehmenszielen ab. Gestiegene Qualitäts- und Risikoansprüche der Kunden wirken sich dabei ebenso aus, wie die erforderliche Kostenoptimierung der Produkte und Prozesse. Die Unternehmensziele werden zum Qualitäts & Risikomanagement heruntergebrochen, also konkretisiert, dann sind es Handlungsziele.

  • Sicherheit gewährleisten
  • Qualität sicherstellen / steigern
  • Gewinn steigern / Kosten sparen
    • kürzere Entwicklungszeiten
    • störungsarme Serienanläufe
    • Termintreue
    • wirtschaftlichere Fertigung und Montage
  • Fehlerkosten minimieren / reduzieren
    • Reduzierung von Garantie- und Kulanzkosten
  • Unternehmensziele erreichen
  • Sicherheitsnachweis
  • Steigerung der Funktionssicherheit und Zuverlässigkeit von Produkten und Prozessen
  • Entlastungsnachweis im Produkthaftungsfall
  • zielgerechte Kommunikation in internen und externen Kunden- und Lieferantenbeziehungen
  • Aufbau einer Wissensbasis
    • Basis FMEA
      • Varianten – Projekt FMEA

Aufwand / Nutzen der FMEA

In der Einführungsphase der FMEA Methode im Unternehmen ist ein hoher Aufwand zur Erstellung von FMEA’s (Basis FMEA) erforderlich, bis dieser sich in Nutzen umwandelt. Der Aufwand entsteht im Wesentlichen durch ausführliche Beschreibung der Produkte und Prozesse.

Wer den Aufwand nicht leistet, wird den Nutzen nie erfahren!

FMEA Vorlagen

FMEA Formblatt

Im FMEA Formblatt werden alle potentiellen Fehler ( Fehlerfolgen, Fehler, Fehlerursachen) mit Ihren Maßnahmen dokumentiert. Grundsätzlich dient die das FMEA Formblatt zum systematischen Festhalten der FMEA Teamsitzung. Im FMEA Formblatt enthalten ist auch die FMEA Bewertung.

FMEA Formblatt in Excel

FMEA Arten

Mit den drei FMEA Arten nach VDA

  • S-FMEA System
  • K-FMEA Konstruktions / Design (D-FMEA)
  • P-FMEA Prozess

werden alle Begriffe der FMEA Arten und Möglichkeiten abgedeckt. Diese können Betrachtungsumfänge haben wie z.B. System, Softwarefunktionen, Schnittstellen, Konstruktion, Komponenten, Fertigungsabläufe, Montageabläufe, Logistik, Transport und Maschinen.

System FMEA

  • Die System-FMEA (S-FMEA) untersucht das Zusammenwirken von Teilsystemen in einem übergeordneten Systemverbund (Systemanalyse. Sie zielt auf die Identifikation potenzieller Schwachstellen, insbesondere an den Schnittstellen, die durch das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten oder die Interaktion des eigenen Systems mit der Umwelt entstehen könnten. Die Aufgabe der System-FMEA ist es einerseits, das Produkt auf Erfüllung der im Pflichtenheft festgelegten Funktionen hin zu untersuchen, andererseits vor allem, Fehlermöglichkeiten, die zur Nichterfüllung der Anforderungen führen, zu sammeln und zu bewerten.

Design FMEA (D-FMEA) oder Konstruktions FMEA (K-FMEA) oder Produkt FMEA

  • dient der Entwicklung und Konstruktion dazu, die Fertigungs- und Montageeignung eines Produkts möglichst frühzeitig einzuschätzen. Der Betrachtungsumfang beinhaltet systematische Fehler während der Konstruktionsphase.

Konstruktions FMEA (K-FMEA) , auch Design-FMEA (D-FMEA) genannt

Die Konstruktion FMEA / Design FMEA zielt darauf, Fehler von vornherein in der Entwicklung zu vermeiden, statt sie nachträglich zu entdecken und zu korrigieren. Mit Hilfe der Design-FMEA (auch: Konstruktions-FMEA, K-FMEA, Produkt-FMEA Design), sollen frühzeitig Schwachstellen in der Designauslegung identifiziert werden. Sie ist eine formalisierte Methode, um mögliche Probleme sowie deren Risiken und mögliche Folgen bereits vor ihrer Entstehung geordnet und vollständig zu erfassen. Diese Methode wird im Rahmen von Entwicklung, Konstruktion und Planung eingesetzt; insbesondere auch bei der Neuentwicklung von Produkten. Durch die Umsetzung der hieraus abgeleiteten Maßnahmen soll die Design-FMEA zur Erhöhung der Systemsicherheit, -zuverlässigkeit und -verfügbarkeit beitragen.

7 Schritte der FMEA

Diagramm der 7 Schritte der FMEA nach VDA / AIAG

    • Schritt 1: Planung und Vorbereitung (Scoping*)
        • Ziele des Scoping
            • Definition von Aufgaben- oder Untersuchungsumfängen in komplexen Planungs-, Management- und Produktentwicklungs- & Herstellungsprozessen
            • eine Eingrenzung des betrachteten Systems,

 

    • Schritt2: Strukturanalyse / Strukturbaum
    • Ziel der Strukturanalyse
        • eine Strukturierung des betrachteten Systems

 

 

 

    • Schritt 3: Funktionsanalyse
        • Ziel der Funktionsanalyse
        • Zielgerichtete Funktionsanalysen
        • Definitionen von Funktionen der Strukturelemente,

 

    • Schritt4: Fehleranalyse
        • Ziel der Fehleranalyse
        • eine Analyse auf potenzielle Fehlerursachen, Fehlerarten und Fehlerfolgen, die sich direkt (z.B. unter Anwendung der W-Fragen[1]) aus den Funktionen der Strukturelemente ableiten,
        • Anwendung der Methode Ishikawa kombiniert mit 5 x Warum
        • Zielgerichtete Fehleranalyse & Ursachenforschung
        • Praxis Workshop

 

    •  Schritt5: Risikobewertung
        • Ziele der Risikobewertung
            • eine Risikobeurteilung,
            • B x A x E = RPZ (Nach VDA – AIAG ohne RPZ)
            • Kritische Auseinandersetzung mit den Bewertungen
            • Bewertungskataloge
            • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken

 

    • Schritt6: Optimierung
        • Ziele der Optimierung
            • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken
            • eine Verfolgung vereinbarter Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen und
            • eine Restrisikobeurteilung bzw. -bewertung.

 

    • Schritt 7: Ergebnisdokumentation
        • Kommunikation und Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen zur Risikoreduzierung
        • Wirksamkeitsbewertung der eingeführten Maßnahmen
        • Hinweis auf technische Fehlerrisiken als Bestandteil des Entwicklungsplans und der Projektmeilensteine
        • Zusammenfassung von Umfang und Ergebnissen der FMEA

Hardware FMEA

  • Eine Hardware-FMEA hat zum Ziel, Risiken aus dem Bereich Hardware & Elektronik zu analysieren, zu bewerten und mit Maßnahmen abzustellen.

Software FMEA

  • Eine Software-FMEA leistet dieselbe Aufgabe für erzeugten Programmcode.

Prozess FMEA

  • Die Prozess-FMEA (P-FMEA) stützt sich auf die Ergebnisse der Konstruktions-FMEA und befasst sich mit möglichen Schwachstellen im Produktions- oder Leistungsprozess.

7 Schritte der FMEA

Diagramm der 7 Schritte der FMEA nach VDA / AIAG

 

    • Schritt 1: Planung und Vorbereitung (Scoping*)
        • Ziele des Scoping
            • Definition von Aufgaben- oder Untersuchungsumfängen in komplexen Planungs-, Management- und Produktentwicklungs- & Herstellungsprozessen
            • eine Eingrenzung des betrachteten Systems,

 

    • Schritt2: Strukturanalyse / Strukturbaum
        • Ziel der Strukturanalyse
            • eine Strukturierung des betrachteten Systems

 

    • Schritt 3: Funktionsanalyse
        • Ziel der Funktionsanalyse
        • Zielgerichtete Funktionsanalysen
        • Definitionen von Funktionen der Strukturelemente,

 

    • Schritt4: Fehleranalyse
        • Ziel der Fehleranalyse
        • eine Analyse auf potenzielle Fehlerursachen, Fehlerarten und Fehlerfolgen, die sich direkt (z.B. unter Anwendung der W-Fragen[1]) aus den Funktionen der Strukturelemente ableiten,
        • Anwendung der Methode Ishikawa kombiniert mit 5 x Warum
        • Zielgerichtete Fehleranalyse & Ursachenforschung
        • Praxis Workshop

 

    •  Schritt5: Risikobewertung
        • Ziele der Risikobewertung
            • eine Risikobeurteilung,
            • B x A x E = RPZ (Nach VDA – AIAG ohne RPZ)
            • Kritische Auseinandersetzung mit den Bewertungen
            • Bewertungskataloge
            • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken

 

    • Schritt6: Optimierung
        • Ziele der Optimierung
            • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken
            • eine Verfolgung vereinbarter Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen und
            • eine Restrisikobeurteilung bzw. -bewertung.

 

    • Schritt 7: Ergebnisdokumentation
        • Kommunikation und Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen zur Risikoreduzierung
        • Wirksamkeitsbewertung der eingeführten Maßnahmen
        • Hinweis auf technische Fehlerrisiken als Bestandteil des Entwicklungsplans und der Projektmeilensteine
        • Zusammenfassung von Umfang und Ergebnissen der FMEA

 

FMEA Formblatt (P-FMEA)

Beispiel: Arbeitsgang Entgraten

FMEA Schritte

Sieben Schritte der FMEA

Die 7 Schritte nach VDA – AIAG

Grundlage des Prozess Management: Wer macht? , Was, Wann, Wie , Womit

Diagramm der 7 Schritte der FMEA nach VDA / AIAG

Planung und Vorbereitung (Scoping*)

Scoping ist die Definition von Aufgaben- oder Untersuchungsumfängen in komplexen Planungs-, Management- und Herstellungsprozessen. Das Wort leitet sich aus dem englischen scope ab, was die Bedeutungen Umfang, Abgrenzung, Raum, Aufgabenbereich, Spielraum u.ä. haben kann. Projektbeschreibung, Projektplan, Analysegrenzen und die Festlegung der verwendeten Basis-FMEA sind hier allerdings die wichtigsten Elemente.

Ziele der Planung und Vorbereitung

  • Definition von Aufgaben- oder Untersuchungsumfängen in komplexen Planungs-, Management- und Produktentwicklungs- & Herstellungsprozessen
  • Abgrenzung des betrachteten Systems

Strukturanalyse

Der Schritt Strukturanalyse analysiert die Struktur der jeweiligen FMEA Arten (System FMEA, Konstruktions- / Design FMEA / Prozess FMEA). Die Systemelemente werden in einem Strukturbaum dargestellt. Bei der Erstellung der Systemstruktur ist der Detaillierungsgrad einer FMEA projektabhängig und kann deshalb nicht pauschal festgelegt werden.

Ziel der Strukturanalyse

  • eine Strukturierung des betrachteten Systems

Funktionsanalyse

Im Schritt Funktionsanalyse werden die Funktionen der einzelnen Systemelemente beschrieben. Jedem Systemelement der Struktur werden Funktionen, Eigenschaften und Merkmale zuzugeordnet.

Ziel der Funktionsanalyse

  • Zielgerichtete Funktionsanalysen
  • Definitionen von Funktionen der Strukturelemente,

Fehleranalyse

Ziel der Fehleranalyse

  • eine Analyse auf potenzielle Fehlerursachen, Fehlerarten und Fehlerfolgen, die sich direkt (z.B. unter Anwendung der W-Fragen) aus den Funktionen der Strukturelemente ableiten,
  • Anwendung der Methode Ishikawa kombiniert mit 5 x Warum
  • Zielgerichtete Fehleranalyse & Ursachenforschung

Risikobewertung

Die Risikobewertung beurteilt auf Grundlage der Einträge in der FMEA, ob das Risiko, das von Produkt, Prozess oder dem Betrieb ausgeht, unter den gegebenen Rahmenbedingungen akzeptabel und eventuelle Restrisiken vertretbar sind. Um den Umfang von Risiken vergleichen zu können werden die Einzelursachen mit der Risikoprioritätszahl berechnet.

Ziele der Risikobewertung

  • eine Risikobeurteilung
  • Die Bewertung erfolgt durch interdisziplinäre Teams
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Bewertungen
  • Bewertungskataloge
  • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken

Risikoprioritätszahl RPZ

Die Risikoprioritätszahl berechnet sich als Produkt aus drei Größen

  • B x A x E = RPZ (Nach VDA – AIAG bald ohne RPZ)
  • Bedeutung oder Schwere der Fehlerfolge (hoch = „10“ bis gering = „1“).
  • Auftretenswahrscheinlichkeit der Ursache (hoch = „10“ bis gering = „1“)
  • Entdeckenswahrscheinlichkeit der Ursache oder des Fehlers (gering = „10“ bis hoch = „1“)

Optimierung

Ziele der Optimierung

  • Maßnahmen- bzw. Lösungsvorschläge zu priorisierten Risiken
  • eine Verfolgung vereinbarter Vermeidungs- und Entdeckungsmaßnahmen und
  • eine Restrisikobeurteilung bzw. -bewertung
  • Zusätzliche Maßnahmen sind darauf gerichtet,
    • die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Fehlerursache zu reduzieren
    • die Entdeckenswahrscheinlichkeit für eine potenzielle Fehlerursachen, Fehler zu erhöhen

Ergebnisdokumentation

  • Kommunikation und Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen zur Risikoreduzierung
  • Wirksamkeitsbewertung der eingeführten Maßnahmen
  • Hinweis auf technische Fehlerrisiken als Bestandteil des Entwicklungsplans und der Projektmeilensteine
  • Zusammenfassung von Umfang und Ergebnissen der FMEA

FMEA Ablauf

PDCA Modell

P – Plan

Bewusstsein, Systemdefinition

D – Do

FMEA im Team durchführen

Maßnahmen und Vorgehensweisen festlegen

C – Check

Bewerten durch Verifizieren, Validieren und Monitoren

A – Act

Bewerten durch Verifizieren, Validieren und Monitoren

Hilfsmittel der FMEA

Ishikawa Diagramm

Hilfsmittel Ishikawa – Diagramm Auch als „Fehlerbaum“, „Ursache-Wirkungs-Diagramm“ oder „Fischgrätendiagramm“ bekannt. Der Japaner Kaoru Ishikawa (1915 – 1989) entwickelte zahlreiche Qualitätswerkzeuge, u. a. das nach ihm benannte Ishikawa-Diagramm, für das im deutschen auch der Begriff „Fehlerbaum“ verbreitet ist. Der Fehlerbaum ist eine universelle grafische Methode zur Systemoptimierung und Fehlerursachenanalyse, mit der logische Zusammenhänge zwischen Fehlern und daraus entstehenden Ereignissen dargestellt werden können. Mit der Fehlerbaumanalyse kann man auch sehr komplexe Zusammenhänge gut überschaubar machen.

5xWarum

Die 5-Why-Methode, auch 5-W-Methode oder kurz 5 Why beziehungsweise 5W genannt, ist eine Methode im Bereich des Qualitätsmanagements zur Ursache-Wirkung-Bestimmung. Ziel dieser Anwendung der fünf „Warum?“-Fragen ist es, eine Ursache für einen Defekt oder ein Problem zu bestimmen. Die Anzahl der Nachfragen ist nicht auf fünf begrenzt, diese Zahl ist symbolisch zu verstehen. Wichtig ist, dass so lange nachgehakt wird, bis der fehlerverursachende Prozessschritt eindeutig identifiziert und nicht mehr weiter aufteilbar ist. Dies lässt sich z. B. überprüfen, indem der Kausalzusammenhang umgekehrt formuliert wird. Toyoda Sakichi gilt als Erfinder dieser Methode.

FMEA Wissenswertes

Die FMEA

  • obliegt der Geheimhaltung
  • spiegelt das Know-how der Firma
  • Fehlervermeidung vor Fehlerentdeckung

FMEA & ISO 9001:2015

Die Norm definiert „Risiko“ als Auswirkung von Ungewissheit auf ein erwartetes Ergebnis. Die neue Version der ISO 9001:2015 fordert mehr Risikobewusstsein und Verständnis. Unternehmen sollen mögliche Risiken und Fehler im System, Produkt und Prozess identifizieren und bewerten. Nachdem das Unternehmen Risiken identifiziert, bewertet und priorisiert hat, kann es beispielsweise entscheiden: wird das Risiko in Kauf genommen, vermieden oder werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um die Auswirkungen dieses Risikos gering zu halten. Die ISO 9001:2015 gibt keine Vorgaben, welche Methoden für die Risikoanalyse und -bewertung eingesetzt werden können. Unternehmen sind in der Auswahl einer Methode / Methoden frei. Die meisten Institutionen empfehlen die FMEA Anwendung.

Risikomanagement & ISO 9001:2015

Eine Standard Methode für das Risikomanagement ist FMEA, eine Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse. Auf Basis dieser Methode lassen sich Prozesse hinsichtlich möglicher Risiken analysieren und bewerten. Für die Produktion/ Dienstleistungserbringung und ihre Prozesse sind in Unternehmen häufig schon Methoden im Einsatz wie beispielsweise HACCP, QFD, FTA, Ishikawa (5Why).

FMEA & Wissensmanagement

Kleine und mittlere, aber auch viele der großen Betriebe scheitern allzu oft bei dem Versuch, Wissen zu strukturieren und weiterzugeben; vor allem das Wissen der einzelnen Mitarbeiter zusammenzubringen, gestaltet sich in der Unternehmenspraxis oft als schwierig. Ineffiziente Arbeitsabläufe, Doppelarbeiten oder Mitarbeiter, die den Betrieb verlassen und wichtiges Erfahrungswissen mitnehmen – das sind nur einige der vielen Problemfelder, denen sich kleine und mittlere Unternehmen in der Unternehmenspraxis entgegenstellen müssen. Management und Führungskräfte beschäftigen sich leider immer noch zu wenig mit der Substanz und den Abläufen von Wissensgenerierung und –speicherung und der Bedeutung von individuellem und organisationalem Wissen im Unternehmen. Doch es gibt auch für Unternehmen erfolgreiche Vorbilder, wie im Folgenden anhand der Realisierung eines pro­zessorientierten Wissensmanagements.

Die FMEA fördert den Kommunikationsfluss in der Team- und Projektarbeit sowie den erforderlichen Wissenstransfer im Unternehmen. Der Projektablaufplan stellt dar, wie die FMEA, als eine Methode der „Prävention“, in die Produktentwicklung und Produktionsprozessentwicklung eingebunden ist. Durch die Dokumentation der FMEA gewinnt das Unternehmen eine proto- kollierte Wissensbasis, mit der laufende und künftige Entwicklungsprojekte effizient unterstützt werden.

Basis FMEA – Varianten FMEA

Warum ist dies notwendig?

  • Um die Ziele des Unternehmens und die Ziele der FMEA zu erreichen
  • Aufwand / Nutzen Verhältnis sicherstellen
  • Wissenstransfer (lessons learned) der Projekte sicherstellen

Historisches

Die NASA hat 1963 die „Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse“ (FMEA) für das Apollo-Projekt entwickelt. 1965 hat die Luft- und Raumfahrt- technik diese Methode übernommen. Die ursprüngliche Herkunft kommt von: „Was passiert wenn“

  • 1963 hat die NASA die „Failure Mode and Effects Analysis“ (FMEA) für das Apollo-Projekt entwickelt
  • 1965 hat die Luft- und Raumfahrt- technik diese Methode übernommen
  • 1975 fand diese Methode unter anderem ihren Einsatz in der Kerntechnik
  • 1977 fand die Methode erstmalig setzte in der Automobilindustrie die Firma Ford (USA)
  • 1980 wurde in Deutschland in der DIN 25 448 die Ausfalleffektenanalyse mit dem Untertitel FMEA genormt. Im Verband der Automobilindustrie (VDA) wurde diese Methode automobilspezifisch weiterentwickelt.
  • 1986 wurde die erste Methodenbeschreibung wurde im „VDA Band 4, Qualitätssicherung vor Serieneinsatz“ herausgegeben.
  • 1990 FMEA hält Einzug in den verschiedenen Bereichen der Medizin- und Nachrichtentechnik
  • 1990 die Methode zur System-FMEA Produkt und System- FMEA Prozess für die Automotive Branche auf Basis des VDA Band 4 in 1986 veröffentlichten FMEA weiterentwickelt.
  • 1996 erschien der VDA- Band4, Teil2, Qualitätssicherung vor Serieneinsatz mit dem Untertitel – System-FMEA
  • 2000 Eine weitere Darstellung der FMEA im amerikanischen Sprachraum erfolgte durch das SAE Paper J1739 von 06/2000. Dieses SAE Paper diente zur Überarbeitung der FMEA 3rd Edition, als Referenzhandbuch zur QS-9000
  • 2001 Toyota entwickelt die Methode als Werkzeug für die Entwicklung DRBFM
  • 2006 Überarbeitung der VDA- Band4, Teil2, System-FMEA – Qualitätssicherung vor Serieneinsatz
  • 2017 Harmonisierung der FMEA Handbücher von VDA und AIAG

Normen und Standards zur FMEA Methode

  • VDA VDA – AIAG
  • ISO/TS 16949:2002 IATF
  • Maschinenrichtlinie
  • Medizintechnik ISO 14971

DRBFM – Die kreative FMEA von Toyota

Design Review Based on Failure Mode ist eine Entwicklungsmethode ( Methodik ) im Engineering , die den Entwicklungsprozess eines Prozesses/Produktes begleitet.

Ziele der DRBFM

  • Verringerung potentieller Risiken, die sich durch Design-Änderungen ergeben
  • Design-Review

FMEA Software Anbieter

Führende FMEA Lösungen der Firma APIS ( IQ FMEA ) und PLATO (PLATO SCIO / PLATO e1ns ) sind am Markt etabliert. Folgende Lösungsanbieter stellen wir Ihnen vor:

FMEA Coaching

Unsere FMEA Coaching-Konzepte oder das FMEA Coaching gehen weit über traditionelle Trainings- und Beratungsmaßnahmen hinaus. Mehr als “Hilfe zur Selbsthilfe” durch unsere erfahrenen FMEA-Moderatoren /-Trainer & Mentoren. Ein FMEA Coach & Mentor befähigt Mitarbeiter & Unternehmen gleichermaßen.

FMEA Videos

Video: FMEA Ablauf

Video: K-FMEA / Produkt FMEA

FMEA Literatur

FMEA Literatur – Hier finden Sie empfehlenswerte Literatur zur FMEA Methode.

Fachbuch / Lehrbücher

FMEA Seminare & Ausbildungen

 

FMEA Seminare / FMEA Seminar , FMEA Kompakt FMEA Basiswissen / Führungskräfte FMEA Online FMEA Online Schulung FMEA Basiswissen FMEA Grundlagenschulung

 

Fragen zu unseren Webinaren, eLearning, Inhouse Dienstleistungen und allen anderen Themen?

 
Kontaktformular

Persönliche Daten

Firmendaten

Wird gesendet
 

🎓 Weiterbildung – Ein Weg zu nachhaltigem Unternehmenserfolg!

Setzen Sie auf effektive und praxisnahe Schulungen und Seminare für Ihr gesamtes Team und bleiben Sie dem Wettbewerb stets einen Schritt voraus. Profitieren Sie von:

  • Relevanten und modernen Inhalten, die genau zu Ihren Zielen passen
  • Maximalem Lernerfolg durch praxisnahe Beispiele und Expertenwissen
  • Effizienter Umsetzung durch Auswahl relevanter und anwendbarer Inhalte
  • Spürbar stärkerer Motivation und neuem Teamgeist

Sie wünschen eine unverbindliche Beratung oder direkt Ihr persönliches Angebot?
Nehmen Sie jetzt Kontakt auf – wir freuen uns auf Ihre Anfrage!


Schulungen und Weiterbildungen

Gerne verweisen wir an dieser Stelle auf unser umfangreiches Angebot an Schulungen und Weiterbildungen. Nutzen Sie jetzt die Zeit und die freigewordenen Kapazitäten Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für deren qualifizierte Weiterbildung. Wir haben unser Online- und Präsenzangebot dahingehend angepasst. Ergreifen Sie diese Chance und kehren Sie gestärkt aus der aktuellen Situation auf Ihren Erfolgskurs zurück. Im Anschluss finden Sie unser Schulungsangebot und die dazu entsprechenden Termine. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!


Related Posts

KVP Institut GmbH

Gesellschaft für Beratung und Weiterbildung

Im Zukunftspark 4
D-74076 Heilbronn a.N.

Telefon: +49 (0)7063-60290-0
E-Mail: info@kvp.de

Auszeichnung

Ihr Ansprechpartner

Tihomir Milekovic
Seminarmangement &
Kundenbetreuung

Heilbronn am Neckar

+49 (0) 7063 602 90-10
email. tm@kvp.de

Inhouse Seminare


Inhouse Schulungen

Diese Schulung als Inhouse-Seminar anfragen, gerne erstellen wir für Sie ein unverbindliches Angebot.

Ihr Ansprechpartner

André Kapust
Trainer, Berater &
Senior Consultant

Heilbronn am Neckar

+49 (0) 7063 602 90-20
email. ak@kvp.de

FAQ – Fragen und Antworten

KVP Moderatoren Ausbildung